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Leserbrief

Die fürstliche Beruhigungspille, 3. Teil

Peter Sprenger,Haldenstrasse 12, Triesen | 25. Januar 2014

Angesichts der in Teil 1 und 2 dieses Leserbriefs (siehe «Volksblatt»-Ausgaben vom Donnerstag und Freitag) dargelegten Machtfülle des Fürsten kann bei einer einigermassen objektiven Sicht der Dinge kaum davon gesprochen werden, dass die Meinung des Fürsten weniger Gewicht habe als jene des Volks. Im Konfliktfall hat der Fürst in der Praxis – und um die geht es in aller Regel – immer das letzte Wort in allen entscheidenden Fragen. Er dominiert und beherrscht alle drei klassischen Staatsaufgaben Gesetzgebung, Exekutive und Rechtsprechung. Unser Staat hat sich dadurch einer Autokratie angenähert, weil der Fürst unkontrolliert politische Macht ausübt und praktisch keinen verfassungsmässigen Beschränkungen oder Kontrollen unterworfen ist.
Der bekannte englische Schriftsteller George Orwell (1903–1950) hat uns den folgenden schönen Aphorismus hinterlassen: «Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht den Menschen zu sagen was sie nicht hören wollen.»
Genau diese Freiheit nehme ich mir und bin dankbar, dass ich dies hierzulande tun kann, selbst wenn ich dafür den Preis (teilweiser) sozialer Ächtung bezahle. Sie ist es mir wert!

Peter Sprenger,
Haldenstrasse 12, Triesen

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