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Leserbrief

Bauplatz Ökumene

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 25. Januar 2014

Die Weltgebetswoche für die Einheit der Christen ist vorbei, das Bauen an der Einheit nicht! Als vor über 100 Jahren die ökumenische Bewegung ins Leben gerufen wurde, lehnte der Papst die Einladung zum Gründungstreffen dankend ab. Vorübergehend war es den röm. Katholiken verboten, an ökumenischen Gesprächen teilzunehmen. Aber 1961 entsandte Papst Johannes XXIII. Beobachter zum Welttreffen der Ökumenischen Konferenz und 1962 lud er Beobachter der orthodoxen und protestantischen Kirchen zum 2. Vatikanischen Konzil ein.
Die weit über 2000 Bischöfe feilten am Dekret über den Ökumenismus, bis bei der Abstimmung nur 0,5 Prozent der Konzilsväter noch Mühe damit hatte.
Seit 2001 verpflichten sich alle christlichen Kirchen zur intensiven Zusammenarbeit «auf allen Ebenen, wo nicht Gründe des Glaubens ... dem entgegenstehen». Kard. Kasper, Vorgänger von Kard. Koch an der Spitze des röm. Einheitsrates, verstand die Ökumene als «Austausch der Gaben» und nannte sie «Baustelle der Kirche von morgen». Für ihn war «Ökumene nicht Diplomatie oder Technik; sie ist die Kunst, Misstrauen zu überwinden, Vertrauen aufzubauen, Freunde zu gewinnen und Freundschaften aufzubauen» – und Gott darum zu bitten.
In der Weltmissionskonferenz 2010 fragten sich die Mitglieder der Ökumenischen Konferenz: «Sind wir offen genug, das Ärgernis für die Welt und den Schaden für die heilige Sache der Verkündigung des Evangeliums vor allen Geschöpfen überwinden zu helfen?» Auch eine Gewissensfrage an uns im FL? Papst Fanziskus geht mit ansteckendem Beispiel voraus.

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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