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Leserbrief

Was bemängelt das Team konkret?

Dozenten und Dozentinnender Kunstschule Liechtenstein | 23. Januar 2014

Es stimmt. Die von der Journalistin Elisabeth Huppmann im gestrigen «Vaterland» erwähnte Gerüchteküche brodelt.

Anlässlich einer Vollversammlung der Dozenten und der Dozentinnen der Kunstschule erging ein Schreiben an den Stiftungsrat der Kunstschule und an das zuständige Ressort Kultur der Regierung. In diesem Interventionsschreiben vom 16. Januar 2014 an den Stiftungsrat wollte das Team eine interne Lösung/Beantwortung der offenen Fragen herbeiführen, um so allfällige Irritationen bezüglich der zukünftigen inhaltlichen, personellen und strategischen Ausrichtung der Kunstschule aus dem Raum zu schaffen.
Es gehört festgehalten, dass sich das Team der Kunstschule Liechtenstein aktiv um den Dialog bemüht hat und zu keinem Zeitpunkt des ganzen Prozesses auf Öffentlichkeit aus war.

Der Stiftungsrat zog es jedoch vor, mit vollendeten Tatsachen an die Öffentlichkeit zu gehen. Dies mag zwar rein juristisch der korrekte Weg sein, zeigt allerdings ein gehöriges Mass an Missachtung gegenüber dem Personal der Kunstschule bzw. den internen Bedürfnissen eben dieser. Somit sah sich das Team gezwungen, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Mehrere Dozenten und Dozentinnen haben Fragen zum Wahlverfahren, zu den ausschlaggebenden Wahlkriterien selber und zum Resultat deponiert. Um intern Beständigkeit und eine stabile Weiterentwicklung zu gewährleisten, wurde im Schreiben vom 16. Januar um ein internes Gespräch zwischen Stiftungsrat, neuer Direktorin und dem Dozenten-Team zwecks Klärung offener Fragen gebeten. Der Bitte des Teams wurde insofern nicht nachgekommen, als dass es jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt wird und es keine Handlungsoptionen mehr gibt:
Bemängelt werden aus Sicht des Teams:
?die Intransparenz des Verfahrens bezu¨glich Corporate Gouvernance
?die nicht erfolgte Demissionierung der Stiftungsrats-Vorsitzenden
?die nicht erfolgte Einbeziehung des Teams in den Findungsprozess
In diesem Schreiben forderte das Team eine Stellungnahme des Stiftungsrats, die bis heute nicht erfolgt ist.
Ein in einem nächsten Schritt verlangtes, klärendes Gespräch (vor Bekanntmachung der Nachfolge) gemeinsam mit Cornelia Eberle und dem Stiftungsrat, an dem Cornelia Eberle gebeten wurde, folgende Fragen zu beantworten:
?Vorstellungen zur Führung der Kunstschule
? Positionierung der Kunstschule
? Marketing und PR-Konzept
?Inhaltliche und strategische Ausrichtung der Kunstschule
? Netzwerk
Die Präsentation des persönlichen Portfolios fand ebenfalls nicht vor der Bekanntgabe statt. Somit war es dem Team nicht möglich, sich ein Bild über die Kongruenz von Ausschreibungskriterien und bestellter Nachfolge zu machen und somit beruhigter, und vor allem gemeinsam in die Zukunft zu gehen.
Das Dozenten-Team beanstandet nach wie vor die erwähnten Punkte und ist nicht bereit, einfach zur Tagesordnung überzugehen, ohne dass das Team endlich miteinbezogen wird.
Diese fragwürdige Bestellung wird der Kunstschule zum Nachteil werden und das will das Team auf jeden Fall vermeiden und stellt daher einen Rückkommensantrag, der im Sinne der Transparenz die Bestellung Cornelia Eberles auf Eis legt, bis diese Fragen geklärt sind.

Dozenten und Dozentinnen
der Kunstschule Liechtenstein

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