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Leserbrief

Herbert Wille

Guido Meier,Im Quäderle 16, Vaduz | 23. Januar 2014

Zu Recht waren das «Liechtensteiner Vaterland» und das «Volksblatt» sowie das Präsidium der Fortschrittlichen Bürgerpartei voll des Lobes über die Leistungen und die Persönlichkeit von Herbert Wille anlässlich seines 70. Geburtstages. Ganz einfach weggelassen aus der Berichterstattung über die Geburtstagsfeier wurde das einschneidende Ereignis für Herbert Willes berufliche Laufbahn, die fürstliche Erklärung, ihn für kein öffentliches Amt mehr zu ernennen als Folge einer Meinungsäusserung in einem wissenschaftlichen Vortrag über die Interpretation eines Verfassungsartikels. Dies war eine offensichtliche Verletzung von Herbert Willes Grundrechten der Meinungsäusserungs-, Wissenschafts- und Lehrfreiheit, was auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit aller Klarheit feststellte. Herbert Wille erhielt 10 000 Franken als Genugtuung vom Land Liechtenstein, sein berufliches Wirken im öffentlichen Dienst für unser Land war damit aber beendet. Eine öffentliche Aufarbeitung dieser Angelegenheit ist bis heute nicht erfolgt. Die Selbstzensur unserer Medien scheint heute besser denn je zu funktionieren. Auch das ist Liechtenstein.

Guido Meier,
Im Quäderle 16, Vaduz

Verfassung

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