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Leserbrief

Grosse Unterschiede (Teil 2)

Hans Mechnig,Tröxlegass 46, Schaan | 22. Januar 2014

Sehr geehrter Herr Ospelt,
Nach Ihrer Ansicht unterstelle ich Herrn Schädler Dinge, die ihm fern liegen. Nach meiner Ansicht ist es nun aber einmal so, dass, wenn ich einen Franken bezahle, ein anderer zehn und wir etwas für elf Franken zur gemeinsamen Benutzung kaufen, der andere im Grunde einen Teil meiner Rechnung bezahlt hat. Wenn man dieses System befürwortet, befürwortet man damit auch das. Das darf ich dann auch so ausdrücken. Ich verstosse damit wohl gegen die «political correctness», aber mit der kann ich es ohnehin nicht so gut, wie Sie sicher auch schon bemerkt haben. Herr Schädler äussert sich auch nie zu allfälligen, weniger erfreulichen Auswirkungen, der von ihm geforderten Massnahmen. Stichwort «steigende Mieten», «Immobilienpreisverfall». Warum tut er das nicht? Ich denke, er tut es nicht, weil sie ihm «wurst» sind. Er sieht, dass einige Leute Einkommen erzielen, die sie offensichtlich nicht versteuern (müssen) und das ist ihm ein Dorn im Auge. Aus Stil und Inhalt seiner bisherigen Leserbriefe schliesse ich, dass er seine Motivation eher aus einer Untugend mit vier Buchstaben als der Sorge um das Gemeinwohl schöpft. Aber wer weiss, eventuell belehrt er mich ja in einem seiner nächsten Leserbriefe eines Besseren.
Recht haben Sie, wenn Sie fordern, dass die Steuerpolitik des Staates die Investitionsentscheidungen seiner Bürger im Wesentlichen nicht beeinflussen sollte. Dann sollte er aber auch bei seiner Ausgabenpolitik eine neutrale Haltung einnehmen. Täte er das, wäre unser Haushaltsproblem im selben Augenblick auch gelöst, da schätzungsweise 30 bis 50 Prozent der Ausgaben ersatzlos gestrichen werden könnten.
Dass in unserem Land «jeder freie Flecken Boden mit einer immer gleichen Schuhschachtel überbaut wird», wie Sie schreiben, ist mir ehrlich gesagt tatsächlich und peinlicherweise noch nicht aufgefallen; weder in architektonischer Hinsicht noch sonst. Naivling, der ich bin, habe ich bis jetzt immer angenommen, dass sich die Bautätigkeit auf die dafür ausgewiesenen Bauzonen beschränkt.
Ansonsten werde ich an meiner liberalen Gesinnung wohl noch weiter arbeiten müssen. Danke für den Hinweis!

Hans Mechnig,
Tröxlegass 46, Schaan

«Schwules Blut»

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