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Leserbrief

Endlich – Zeit der Ernte

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 18. Januar 2014

Die Schweizer Bischöfe beschlossen, das Konzilsjubiläum drei Jahre zu feiern. 2014 heisst das Thema: Im Glauben verbunden. Das gilt vor allem für die Gebetsoktav für die Einheit aller Christen (18.-25.1.).
In den Anekdoten aus dem II. Vatikanischen Konzil las ich: Während der Beratung über die Einführung der Volkssprache in der Liturgie rief ein Kardinal entsetzt: «Da wären wir ja bei Luther gelandet!» – «Endlich», konterte ein anderer Kardinal und erntete brausenden Beifall im Petersdom. Da müssen sich auch Jesus und seine Apostel gefreut haben, die alle kein Latein verstanden.
Kardinal W. Kasper sprach gern von der «Zeit der Ernte» im Dialog der römisch katholischen Kirche mit den verschiedenen reformierten Kirchen, die auf die tragische Kirchenspaltung im 16. Jh. zurückgehen. Die bisher gereiften Früchte müssen wir eifersüchtig hüten und für den jetzigen Präsidenten des Einheitsrates, Kurt Koch, beten. In drei Jahren feiern wir 500 Jahre Reformation. Ökumenische Gespräche gibt es seit der tragischen Trennung, die niemand wollte. Wichtig ist, hinter allen historisch gewordenen Unterschieden die bestehende viel grössere Gemeinsamkeit zu sehen. Das tat das Konzil, als es von Schwesternkirchen sprach. Das tun auch die Theologen aller Richtungen in ihren interkonfessionellen Treffen nach intensiven Studien. Eine ganz kostbare Frucht des Konzils ist das Ökumenismus-Dekret. Kennen Sie es? Es verteidigt intensiv die Glaubens- und Gewissensfreiheit, ohne jeden Schatten von Gleichschaltung! Der im Herbst 2013 verstorbene Dr. Bucher wurde nie müde, von der «Versöhnten Vielfalt» zu sprechen. Gott selbst ist dreifaltige Einheit!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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