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Leserbrief

Belegärzte des LLS vor Gericht

Agnes Dentsch, Poliweg 12, Ruggell | 14. Januar 2014

Am 8. Januar 2014 fand in Vaduz eine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. Zwei in Liechtenstein tätige Ärzte aus Vorarlberg wurden wegen einer fehlerhaften Knieoperation angeklagt. Die Medien haben bereits darüber berichtet.
Der Klägerin gebührt meine Hochachtung für ihren Mut und ihre Entschlossenheit. Sie hat sich getraut, gegen zwei «Halbgötter in Weiss» Anklage zu erheben. Sie hat ca. 1 Jahr akribisch und lückenlos Beweismaterial gesammelt. Sie wollte Gerechtigkeit; sie wollte, dass die Ärzte sich zu ihren Fehlern bekennen und die Konsequenzen tragen.
Die Beklagten konnten den «Ärztepfusch» nicht glasklar widerlegen und mussten zugeben, dass Fehler passierten. Allerdings haben sie nicht gedacht, dass es zu einem Prozess kommen könnte. Alles lief wie üblich und planmässig. Ob die Beklagten wirklich die Wahrheit gesagt haben, wird sich bei der Urteilsverkündung erweisen.
Ich habe mir Fragen gestellt wie: Wie kann es sein, dass die Klägerin den Operateur nur einmal zu Gesicht bekam? Warum sind 20, max. 30 Minuten zu lang und nicht üblich für eine Beratung? Im OP-Saal war die Klägerin bereits unter Narkose, als der Operateur kam, operierte und verschwand, ist das so üblich? Warum haben die zwei Ärzte die verheerenden Auswirkungen der Medikamente nicht bemerkt (ah ja, der Operateur war nicht mehr zuständig)? Waren die Vorbereitungen zur ersten OP mangelhaft? Warum haben diese Ärzte der Klägerin vorgeworfen, sie hätte doch Fragen stellen können (ist schon unverschämt)? Was ist mit dem Vertrauen in die Ärzte? Muss jetzt jeder Patient medizinische Kenntnisse haben? Warum brauchen wir Belegärzte aus Vorarlberg, wenn wir im Land auch gute Orthopäden haben? Ging es den zwei Ärzten um schnell verdientes Geld?
Die Verhandlung geht am 5. Februar 2014 um 8.30 Uhr weiter. Zeugen und Gutachter werden gehört. Es ist wieder eine öffentliche Verhandlung. Wer sich dafür interessiert, kann im Gerichtssaal anwesend sein.

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

«Herzlichen Dank»

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