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Leserbrief

«Der Papst ist nicht wichtig, sondern Jesus Christus»

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 11. Januar 2014

Dieses Wort ist «verkörpert» in unserem neuen Papst und begeistert die ganze Welt, auch jene, die Christus nicht kennen. Befolgt er damit die Ahnung von Karl Rahner, dass die Christen des 3. Jahrtausends mehr durch ihr Leben, als durch ihr Wort missionieren werden? Ich glaube, wir brauchen beides, solange wir auf Erden leben. Wir müssen nur immer neu zu leben versuchen, wovon wir in der «Verkündigung» sprechen. Der Papst «darf» Fehler machen, weil er nur ein Mensch ist. Wenn er dazu steht, ohne «Unfehlbarkeit» zu beanspruchen, macht er uns allen Mut, immer wieder umzudenken und unser Sprechen und Handeln zu «revidieren». Glaube ist Gottes Geschenk, gutes Denken, Reden und Tun auch, aber alles erfordert auch unseren täglichen Einsatz: «Denkt um, und glaubt an die frohe Botschaft», dass Gott unendlich barmherzig ist mit uns, seinen Söhnen und Töchtern. Dieser Glaube muss uns anspornen, Jesu Auftrag zu befolgen: «Seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist».
Papst Franziskus muss dabei – wie Jesus es zuweilen tat – ein ernstes Wort sprechen. Haben Sie gelesen, was er am Geburtstag seines Vorgängers gesagt hatte? Die Konzilsbeschlüsse seien «mangelhaft verwirklicht worden ... Es scheint, dass wir beim Jubiläum dem Konzil ein Denkmal bauen ... das nicht unbequem ist ... Wir wollen uns nicht verändern und es gibt sogar Stimmen, die zurück wollen. Das ist ... ein Versuch, den Hl. Geist zu zähmen. So bekommt man törichte und lahme Herzen.» Das wollen wir doch nicht, oder? Schon gar nicht im 2014! Ich wünsche uns allen viel Mut und – Geduld!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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