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Leserbrief

Zwei Negativ- beispiele aus dem digitalen Alltag

Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk (VGM) | 31. Dezember 2013

Die schädlichen Auswirkungen von Elektrosmog wurden bereits mehrfach nachgewiesen. Im Jahr 2003 veröffentlichte Prof. Dr. med. Salford von der Lund Universität in Schweden seine Forschungsresultate, in denen er zeigte, dass sich durch die Handystrahlung (GSM-Standard) die Bluthirnschranke öffnet und somit im Gehirn irreversible Schäden hervorgerufen werden. Er wies darauf hin, dass Alzheimer- und Demenz-Krankheiten die Folgen sein können. Bereits im Jahr 1992 hat die Deutsche Strahlenschutzkommission ausserdem über «spezielle Effekte» berichtet, die nicht auf Erwärmung beruhen.: «(…) die Membraneffekte (Zellschädigungen) wurden vielfach bestätigt, sodass die Existenz heute als gesichert gilt.» Diese schon damals gesicherten Effekte werden weiterhin ignoriert, sodass man sich überlegen muss, welche Konsequenzen dies langfristig bringen wird.
Neben den gesundheitlichen Aspekten muss man sich in der digitalen Welt aber auch mit ganz anderen Problemen beschäftigen. Einerseits wird grosser Wert auf die Pflege der Onlineidentität gelegt, andererseits ist die Sorglosigkeit, mit der private Daten ins Netz gestellt werden, enorm hoch. Diebstahl und Missbrauch von Daten aus sozialen Netzwerken, E-Mail-Dienstleistern und Handelsplattformen nehmen seit Jahren zu. Dabei haben es Kriminelle nicht nur auf Passwörter und wertvolle Geheimnisse wie Bankdaten abgesehen – inzwischen missbrauchen sie auch die Identität anderer, um im Netz unter falschem Namen aufzutreten. Oft wissen die Betroffenen nicht einmal, wann und wie ihre persönlichen Informationen geraubt wurden.
E-Mail-Adressen, die bei Diensten wie PayPal als Benutzername dienen und bei allen anderen für die Wiederherstellung vergessener Passwörter eingetragen sind, stellen eine grosse Gefahr dar. Lediglich ein einziges Passwort hindert Angreifer am Zugriff auf dieses Konto und damit an der Übernahme der gesamten digitalen Identität. Auf Smartphones sind darüber hinaus oft noch Clients für diverse Dienste installiert – natürlich mit abgespeicherten Passwörtern, denn die möchte man nicht ständig eintippen. Der Verlust des Geräts kann daher ebenfalls zu grossem Stress führen.
Die Identität ist in der Onlinewelt zur Ware geworden. Für wenige Hundert Franken können Kriminelle vollständige Datensätze kaufen und dann Nachrichten im Namen der bestohlenen Person verfassen, Gerüchte streuen, Freunde beleidigen, Verabredungen ausmachen, Waren bestellen, sich für Netzkampagnen engagieren, illegale Aktivitäten starten und im Grunde das gesamte Leben der «Originalperson» ausspähen.
Vorbeugende Massnahmen gibt es nur bedingt. Spätestens seit dem NSA-Abhörskandal greifen viele auf Datenverschlüsselungs-Anwendungen zurück. Diese schützen die digitale Privatsphäre vor unbefugtem Zugriff Dritter. Man kann nur immer wieder raten, mit den eigenen Daten im Internet sparsam umzugehen, denn wer seine persönlichen Informationen gar nicht erst öffentlich macht, wird auch nicht so leicht ausspioniert. Öfter mal das Handy auszuschalten hilft also nicht nur dabei, weniger Daten ins Netz zu streuen und die Online-identität so vor Missbrauch zu schützen, es wirkt auch ausserordentlich förderlich für die Gesundheit!
Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Homepage: www.telefonie.li/.

Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk (VGM)

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