Leserbrief

Advent heisst Ankunft

Sr. Alma Pia, ASC, Schaan | 7. Dezember 2013

Die schwangere Maria musste mit Josef auf Befehl des Kaisers nach Bethlehem reisen. Sie fanden keine Herberge, weil sie arm waren ... Und heute? Arme Flüchtlinge sind in der Schweiz und in allen reichen Ländern nicht willkommen. Lässt sich dieses Riesenproblem lösen? Am Ende des 2. Weltkrieges sagte der ungarische Schriftsteller G. Konrad in Berlin: «Den humanitären Kämpfen und den für die Verteidigung der Menschenrechte eintretenden Regierungen könnten wir vorschlagen, den Flüchtlingen zwecks menschenwürdiger Versorgung nur soviel Geld zu geben, wie ein einziger Bombentag kostete, nämlich 500 Mio Dollar.» Man bräuchte auch keine Kampfjets mehr, keine Drohnen, nur eine gerechte Wirtschaft: Die Reichen dürfen nicht länger auf Kosten der Armen im Überfluss schwelgen. Niemand müsste hungern, wenn die Reichen nicht Millionen Tonnen Lebensmittel wegwerfen würden; Kinderarbeit in Asien wäre nicht nötig, wenn die Modehäuser nicht immer verrücktere Modelle anpreisen und die Reichen sie kaufen würden …
Die hl. Familie musste mit dem Säugling Jesus vor Herodes fliehen – ins Ungewisse. Heute würden die Flüchtlinge sicher lieber zu Hause bleiben, wenn sie das Nötige zum Leben hätten, eine Schulbildung zahlen könnten ... Die Terroristen würden ihre Motivation zum Morden verlieren ...
Uns gerechtes Leben zu lehren, ist Gott in Jesus Mensch geworden, am Kreuz gestorben – aber Er ist auferstanden: Er lebt mitten unter uns – in den Armen aller Art.

Sr. Alma Pia, ASC, Schaan

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