Leserbrief

Der Glaube will wachsen

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 30. November 2013

Vor Kurzem las ich: «Wer im Glauben voranschreitet, dem weitet sich das Herz.» Wessen Glaube wächst, bekommt also ein katholisches Herz, denn «katholisch» heisst allumfassend, offen für alle Menschen, Kulturen, Religionen ... Das ist heute dringender denn je, da die Kommunikation in Wort und Bild in Sekundenschnelle den Erdball umkreist. Katholisch (nicht nur römisch-katholisch) Glaubende fördern die Einheit in der Verschiedenheit. Der im letzten Oktober verstorbene Dr. Bucher, der viele Jahre mit uns in St. Elisabeth den Samstag-Gottesdienst gefeiert hatte, nannte es «Versöhnte Vielfalt». Das ist ganz christlich, denn Jesus ist für alle Mensch geworden und am Kreuz gestorben.
Wenn wir in solchem Glauben zu leben versuchen, fühlen wir uns wieder sicher in unserer Angst besetzten Zeit. Die christliche «Entweltlichung», die Benedikt XVI. den Deutschen in Freiburg i. Br. empfohlen hat, besteht heute darin, das Vertrauen in die Gegenwart – und an den Endsieg Gottes! – auch hier und heute zu leben.
Christen = Christus Ähnliche! – verschwenden ihre Kräfte nicht in der Bekämpfung des Bösen, sondern bündeln sie laut Papst Franziskus «mit Freude» im Kampf für das Gute. Denn: Klagen lähmt, Mut beflügelt. Das meinten vor wenigen Jahren auch die französischen Bischöfe, als sie ihren Gläubigen rieten: «proposez la foi!» vor allem durch das eigene frohe Leben des Glaubens. Lassen wir uns vom strahlenden Papst Franziskus anstecken!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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