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Leserbrief

Indem sie sich selbst verbrannt haben

Robert Allgäuer,Schalunstrasse 17, Vaduz | 14. November 2013

Im Lande herrscht China-Euphorie, oben wie unten. China-Wallfahrten sind an der Tagesordnung. Wirtschaftslobbying in Richtung China wird eifrig eingesetzt. Das grosse China sei der grosse Freund des kleinen Landes, heisst es.
China hat viele Gesichter, einige schöne und mehrere unschöne. Eine der hässlichen Seiten Chinas ist die brutale Unterdrückung der Menschenrechte vor allem in Tibet und in Sinkiang (vormals Ostturkestan).
Die UN-Generalversammlung entscheidet in diesen Tagen, ob China einen der vier freien Plätze des 2006 gegründeten UN-Menschenrechtsrates mit Sitz in Genf erhält. Damit ist auch das UN-Mitglied Liechtenstein zur Stellungsnahme aufgefordert. Es ist zu wünschen und zu hoffen, dass Liechtenstein, dem Recht und der Humanität verpflichtet, ein Nein einlegt. Es wäre traurig, wenn Liechtenstein china-hofierend mit Ja stimmen würde.
Es ist legitim, dass ein Staat seine Aussenpolitik nach seinen (wirtschaftlichen) Interessen ausrichtet. Ebenso wichtig ist es aber, dass ein Staat sein aussenpolitisches Handeln auf die Menschenrechte ausrichtet. In einem aktuellen Bericht des internationalen Netzwerkes AVAAZ heisst es: «Über 120 Menschen haben sich das Leben genommen, indem sie sich aus Protest gegen die erdrückende chinesische Besetzung selbst verbrannt haben». Über 120 Menschen! Sich selbst verbrannt! Der Tod dieser Menschen schreit zum Himmel. Da darf niemand wegschauen.

Robert Allgäuer,
Schalunstrasse 17, Vaduz

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