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Leserbrief

Viel Grund zur Hoffnung

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 9. November 2013

Am 9.11. feiern wir die Weihe der ältesten Kirche S. Giovanni in Rom. Viele Christen haben das Interesse am Glauben und an der Kirche verloren; manche sehen heute schwarz ...! Ich bin überzeugt, die Kirche kann und wird nicht untergehen, solange es Menschen auf Erden gibt, weil sie göttlichen Ursprungs ist; Paulus nennt sie «Leib Christi», dessen Haupt Jesus ist. Er hat sie uns Menschen anvertraut, deren Qualität er kennt. Gott, der die Liebe ist, «liebt diese Welt», wie ein sympathisches Lied singt. Paulus wusste: Gott hat «alles durch ihn – Christus – geschaffen und alles hat in Ihm Bestand».
Ich horchte auf, als ich in der KIPA (Kath. Internationale Presse-Agentur) las: «Die Kirche muss nahe an den Menschen sein ... Leider beschäftigt sie sich sehr gern mit ihren Strukturen ... Dann hat man keine Zeit für Menschen ...». Das schrieb ein Laie E. Tanner, der Generalsekretär der CH-Bischofs-Konferenz. Hat sich die Kirche von der Politik anstecken lassen, bei der Strukturen, Wirtschaft und Geld wichtiger sind als der Mensch?
Bei Gott steht der Mensch im Mittelpunkt; um der Menschen willen ist Gott in Jesus Mensch geworden, hat unter uns gelebt, ist für uns gestorben und – auferstanden!
Daher war es notwendig, dass der em. Papst bei seinem letzten Besuch in Deutschland so intensiv für die «Entweltlichung» der Kirche warb. Er meinte nicht Flucht aus der Welt, die ihr Gott als Wirkungsfeld anvertraut hat, sondern wie einst Paulus: «Gleicht euch nicht dieser Welt an!» Papst Franziskus liebt Gott und die Welt, darum will er uns mit seiner Freude an Gott und an der Kirche anstecken!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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