Volksblatt Werbung
Leserbrief

Regierungschef ?malt grundlos ?Teufel an die Wand

Nikolaus Frick, Rüfestrasse 5, Vaduz | 2. November 2013

Regierungschef Adrian Hasler kritisiert die «WinWin50»-Initiative, mit der sich 50 Millionen Franken sparen lassen. Er behauptet, «WinWin50» könnte das Land hundert Millionen kosten. Das ist ein Taschenspielertrick: Die hundert Millionen Franken, von denen der Regierungschhef spricht, hat der Landtag im September schon als zinsloses und unbefristetes «Darlehen» gewährt. Das Geld ist also schon weg.Der Regierungschef lässt uns im Glauben, dass das «Darlehen» wieder an die Staatskasse zurückflies-sen könnte. Die im Gesetz festgelegte Latte für die Rückzahlung ist jedoch extrem hoch. Deshalb glaubt auch niemand im Land an die Rückzahlung. Mal abgesehen davon, dass die Kasse keine Motivation hat, unbefristet und zinslos geliehenes Geld zurückzuzahlen.«WinWin50» schlägt eine Verzinsung des Darlehens in Höhe von 2,75 Prozent vor. Einerseits motiviert das die Kasse, das Darlehen schrittweise zurückzuzahlen. Andererseits haben wir Steuerzahler die Sicherheit, dass jährlich 2,75 Millionen Franken in die Staatskasse ?zurückfliessen.Jetzt behauptet der Regierungschef, dass der vorgeschlagene Zins das Risiko der Kasse deutlich erhöhe. Die Kasse hat eine Milliarde Franken für ihre Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Hundert Millionen Franken davon betreffen das 2,75-Prozent-Darlehen. Das bedeutet, dass die Kasse auf ihrem gesamten Vermögen 0,275 Prozent mehr erwirtschaften muss, um die Zinsen zahlen zu können. Das sind 27,5 Rappen pro hundert Franken Rendite.Wenn dies das vom Regierungschef behauptete «deutlich erhöhte» Risiko sein soll, dann steht die von ihm geschaffene Kasse schon heute auf ganz, ganz wackeligen Beinen.Der Regierungschef kritisiert weiter einen Umstand, der bis zur missglückten Pensionskassenrevision 2008 auch für Staatsangestellte ganz selbstverständlich galt. Nämlich dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beiträge im Verhältnis 50 Prozent zu 50 Prozent entrichten, so wie dies in der Privatwirtschaft die Regel ist (vgl. Revitrust-Rentenvergleich). Dass die Versicherten in der staatlichen Kasse auch weiterhin lediglich 45 Prozent der Beiträge an die Pensionskasse zahlen sollen, jetzt, da der Steuerzahler mit über 300 Millionen Franken die marode Kasse saniert hat, ist nicht nachvollziehbar.Unterstützen Sie unsere Volksinitiative auf www.winwin50.li. 50 Millionen Franken sind viel Geld, das wir sparen können!

Nikolaus Frick, Rüfestrasse 5, Vaduz


Glaube

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung