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Leserbrief

Willkommen ?in Amerika

Othmar Züger, Aeulegraben 32 Triesen | 21. Oktober 2013

Die Samstagsausgabe des «Volksblatts» widmet eine dreiviertel Seite der Beschwerde eines Anwalts gegen eine nicht bestandene Autoführscheinprüfung. Wenn dieser stattgegeben wird, müssen sich das Gericht und die Gegenpartei, d. h. die Motorfahrzeugkontrolle, damit beschäftigen, was voraussichtlich Zigtausende von Franken Kosten aufseiten des Staates verursachen würde. Offenbar scheinen wir in Liechtenstein, wie in Amerika, nicht mehr weit davon, dass gegen alles vor Gericht geklagt wird. Da ist es nicht mehr weit dazu, dass auch bei uns, wie in Amerika, vor jedem Spital, bildlich gesprochen, eine Schar Anwälte auf die austretenden Patienten wartet, um irgendeine Klage wegen Fehlbehandlung einzureichen. Die Folgen davon sind unbezahlbare Versicherungsprämien und ein Gesundheitswesen, das pro Person beinahe doppelt so teuer ist in den USA wie bei uns heute. Lenkt das Berichterstatten über solche an Rechthaberei grenzende Fälle nicht von wirklich relevanten Themen wie Staatsdefizit oder Pensionskassenlöchern ab, ähnlich wie in Amerika. Unser aktuelles 210-Mio-Fr-Loch im Staatshaushalt entspricht in etwa –4 % des Bruttoinlandsprodukts, was gar nicht so weit von den –5 %…–6 % der USA entfernt ist. Die beinahe Zahlungsunfähigkeit der USA in den letzten Wochen sollte uns ein Mahnfinger sein. Schaut man auf die letzten Landtagssitzungen zurück, scheint dieser noch kaum gesehen zu werden.


Othmar Züger, Aeulegraben 32 Triesen

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