Leserbrief

Ansteckender?Glaube!

Sr. Alma Pia, ASC, Kloster St. Elisabeth, Schaan | 19. Oktober 2013

Als Papst Benedikt am 19. Oktober 2011 Kardinal Newman in seiner englischen Heimat seliggesprochen hat, wollten ihn manche daran hindern, ja umbringen. Aber er wagte es und eroberte sich durch seine Bescheidenheit rasch die Sympathie der meisten Engländer.Newman war Konvertit: «Die Kirchenväter haben mich katholisch gemacht», schrieb er. Viele, die ihn zuvor nicht nur als glänzenden Gelehrten sondern auch als heiligmässigen Anglikaner verehrt hatten, wandten sich entrüstet von ihm ab. Er litt und «rechtfertigte» sich durch sein Buch «Verteidigung des Glaubens», das ihm das Ansehen zurückbrachte und viele Anglikaner veranlasste, ihm zu folgen. Seinen Todestag haben sie sogar lange vor Rom in den Heiligenkalender aufgenommen. Newman schrieb: «Ich möchte, dass der denkende Laie religiös sei und der fromme Geistliche ein denkender Mensch.» Er wollte immer aufbauen, nie niederreissen. Sein Grundsatz hiess: «Sprich durch deine Taten!» Bei seiner Suche nach der Wahrheit ging es immer darum, dem Licht der Wahrheit treu zu folgen. Er war überzeugt, dass das gläubige Volk einen instinktiven Sinn für die Wahrheit im Glauben hat. So wehrte er sich entschieden gegen die Behauptung der damaligen Liberalen, als wären alle Religionen gleichwertig, eine reine Privatsache. Es gäbe gar keine wahre Religion, weshalb sie auch nicht das öffentliche Leben bestimmen dürfe ... Was denken Sie darüber?

Mich freut es, dass sich Papst Franziskus durch seine Einfachheit des Lebens und der Verkündigung im Sturm die Herzen von Jung und Alt erobert – nicht nur bei Katholiken!

Sr. Alma Pia, ASC, Kloster St. Elisabeth, Schaan

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