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Leserbrief

Erntedankfest

Sr. Alma Pia, ASC, Kloster St. Elisabeth, Schaan | 28. September 2013

Ein Fest aus der Vergangenheit, als die meisten ihren Acker bebauten? Man kann, soll auch für alle Erfolge im Guten danken! Wie der Bauer nicht ernten kann, wenn er nicht gesät hat, so kann auch in der Familie, Schule, im Staat, in der Kirche nicht wachsen und reifen, was wir – jeder und jede – nicht gesät, gedüngt, begossen hat. Wie der Bauer nicht schon am Tag nach der Aussaat ernten kann, so müssen auch Glaubende Geduld haben mit sich und den andern. Diese ist in unserer schnelllebigen Zeit rar.Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie viel Geduld Gott mit seiner Kirche, ja, mit jedem Christen haben muss – und tatsächlich hat? Gott ist eben die Liebe. Wie diese Liebe lebt und handelt, sagt uns Paulus in 1 Kor 13.Und wenn sich Unkraut unter den Weizen mischt? Nicht ausreissen, rät Jesus, sondern alles bis zur Ernte wachsen lassen. Jesus spricht in diesem Gleichnis wie immer von uns Menschen. Das Grossartige – und das Gefährliche – bei Menschen ist, dass im Laufe des Lebens das Unkraut bester Weizen werden kann, und bester Weizen Unkraut. Das ist der Segen und der Fluch unseres freien Willens, den Gott uns geschenkt hat, damit wir ihm ähnlich – zur Liebe fähig sind. Freuen wir uns und danken wir Gott für das Geschenk der Freiheit, aber fragen wir uns immer wieder, ob wir guter Weizen sind! Statt uns über vermutliches oder wirkliches Unkraut zu ärgern, helfen wir unseren Mitmenschen durch Liebe und Geduld, Weizen zu werden. Das würde unser Zusammenleben glücklicher machen!

Sr. Alma Pia, ASC, Kloster St. Elisabeth, Schaan

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