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Leserbrief

Grössenwahn im?Dorfzentrum

Sabine Tschol,Dorfstrasse 53, Triesen | 17. September 2013

Nun ist die Katze also aus dem Sack. Den Bewohnern von Triesen wird im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Dienstleistungszentrum aufs Auge gedrückt. Denn das «nicht grössenverträgliche Monster» wie es Ivo Kaufmann passend in seinem Leserbrief nennt, wird das Bild von Triesen total einnehmen.Ich würde jedem Interessierten raten, den Gestaltungsplan, der bei der Gemeinde aufliegt, in Augenschein zu nehmen. Es ist doch zweifellos so, dass Triesen Einkaufsmöglichkeiten benötigt, dies wird auch niemand bestreiten.Die Frage ist jedoch, wie gross dieses Angebot sein soll. Zurzeit haben wir den «Sunnamarkt» in der Mitte und den Denner im Norden des Dorfes. So hat eine relativ grosse Anzahl Bewohner die Möglichkeit zu Fuss oder auch mit dem Fahrrad ihre täglichen Einkäufe zu erledigen.Wie sieht es jedoch aus, wenn neben dem Migros-Supermarkt der Denner einquartiert wird und sich somit alles im Zentrum von Triesen abspielt? Übrigens: Ein Migros-Supermarkt nimmt keine regionalen Produkte in sein Sortiment auf, was wird aus den hiesigen Produzenten?Bei der Präsentation des geplanten Projektes in den Landeszeitungen wird unter anderem erwähnt, dass die Anwohner durch das «DLZ» mit nicht viel mehr Emissionen als bisher rechnen müssen, da die Anlieferung wie auch die gesamte Parkfläche im Untergeschoss platziert wäre. Fliegen die Lastwagen und Autos bis vor den Eingang der Tiefgarage? Es ist doch Augenwischerei, uns weis zu machen, dass Triesen nicht mehr Verkehrsaufkommen erhält mit diesem Zentrum.Momentan können wir noch vom tollen Angebot des Restaurant Sonne vom Morgen bis zum späteren Abend wie auch am Sonntag profitieren, ein Migros-Restaurant schliesst bei Ladenschluss. Das geplante Dienstleistungszentrum wird also nach Ladenschluss zu einem leblosen, riesigen Fremdkörper – und das im Herzen unserer Gemeinde.Ich fände es toll, wenn die Einwohner von Triesen den Favoriten des Studienauftrages zur Gestaltung der Dorfmitte, der 2010 von der Gemeinde in Auftrag gegeben wurde, zur Ansicht bekommen würden und in der Folge eventuell mitentschieden werden könnte. Immerhin wurden Steuergelder für diesen Gestaltungswettbewerb verwendet.

Sabine Tschol,Dorfstrasse 53, Triesen


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