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Leserbrief

Schlachtung heiliger Kühe notwendig

Pepi Schädler,Gross-Steg 105, Triesenberg | 11. September 2013

Die Abgeordnete Judith Öhri hat an der letzten Landtagssitzung dafür votiert, sogenannte «heilige Kühe» endlich zu schlachten. Ich finde dies sehr positiv. Hut ab. Die Schlachtung muss aber nicht nur «heilige Kühe», sondern ganz besonders auch die grossen, seit Jahrzehnten bestehenden politischen Probleme miteinbeziehen. Das heisst, auch die bisher fehlende Einkommensbesteuerung von Miet- und Pachterträgen. Immer mehr Steuerpflichtige leben zur Hauptsache von einkommenssteuerfreien Vermögenserträgen. Dies hat mir ein Gemeindevorsteher schon vor Jahren bestätigt.Der erste Schritt scheint getan, wenn man sich das Formular Steuererklärung 2012 genauer ansieht. Die Steuerbehörden können bei vielen Steuerpflichtigen (Tendenz steigend) aufgrund der Steuererklärung nicht nachvollziehen, wie der/die einkommenssteuerbefreite Steuerpflichtige sein/ihr Leben finanziert (spricht nicht für unser Steuersystem!). Deshalb müssen auf Seite 4 der Steuererklärung 2012 unter Weitere Angaben folgende Informationen geliefert werden: ? Erhaltene oder abgetretene Vermögenswerte; ? Miet- und Pachtzinseinnahmen und Investitionen (beim Vermieter); ? Sperrkonten und Freizügigkeitspolicen; ? Rückzahlung von Steuerguthaben ? Bemerkungen: Unter dieser Position sind allgemeine Bemerkungen wie etwa die Bestreitung des Lebensunterhaltes bei sehr geringem Einkommen usw. anzubringen.Was fehlt meines Erachtens noch auf obiger Liste? Auch die Mieter müssen gebeten/aufgefordert beziehungsweise verpflichtet werden, den Namen und die Adresse des Vermieters und den Miet-/Pachtbetrag (gemäss Miet-/Pachtvertrag) anzugeben. Kontrolle durch die zuständige Gemeindesteuerkasse des Wohnortes des Mieters. Siehe auch Volkszählung von 2010 und Steuerstatistik 2012.Regierung, Landtag und Staatsoberhaupt sollten endlich einsehen, dass ein verfassungswidriges Steuergesetz nicht nur finanziell unserem Land schadet. Das Steuergesetz muss deshalb angepasst werden, damit die Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit endlich Realität wird. Dann wäre auch das wohl grösste politische Problem endlich gelöst. Das andere politische Problem Staatspersonalpensionskasse steht ja gemäss Landtagsbeschluss vor einer Lösung, wird aber Kosten von zirka 300 Millionen auch für die eigentlich nicht verantwortlichen Steuerzahler verursachen. Das Hinausschieben der Lösung hat sich also nicht für alle gelohnt, oder schon?Die durch eine faire Besteuerung der Miet-/Pachterträge erzielbaren Steuererträge werden das noch verbleibende Budgetdefizit mehr als ausgleichen. Was braucht es mehr?Steter Tropfen höhlt auch den härtesten Stein.

Pepi Schädler,Gross-Steg 105, Triesenberg


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