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Leserbrief

Nepotismus –?«Der Krug geht?zum Brunnen, bis?er bricht»

Johann Walter Schädler, Austrasse 52, Vaduz | 3. September 2013

Mit der Hoffnung auf eine Rückkehr zu demokratischen Formen betrachte ich einige Entscheidungen der letzten Zeit.Dass DU ein gutes Resultat bei der letzten Wahl gelungen ist, ist das Erste. Dass Alexander Batliner als FBP-Parteichef zurückgetreten ist, ist das Zweite, alle Achtung. Dass eine Privatperson, ein Herr Frick, sich um seriöse Politik in Sachen PVS kümmert, ist das Dritte.Politik wurde nur noch in den Hinterzimmern, von einigen Profiteuren bzw. Cliquen, gemacht. Die Meinung des Volkes wurde schändlich missachtet.Der Landtag, bzw. dessen Mehrheit, und die Regierung machen hier einen sehr schlechten Eindruck. Aber wie kann es sein, wenn diese Mehrheit persönlich, oder mit naher Verwandtschaft, direkt betroffen ist. Wer spart schon gerne bei sich selbst. In einer seriösen Demokratie sollten aber nicht die direkt Betroffenen über sich selbst bestimmen können. Auch bei der Vergabe von Mandaten, wie z.?B. Verwaltungsratpöstchen, ist diese Vetternwirtschaft gut sichtbar und fast unerträglich. Auch in einzelnen Gemeinden ist es ähnlich.Am Beispiel Vaduz, wo die letzten Abstimmungen kläglich scheiterten, ist erkennbar, dass am Volk vorbei politisiert wird. Auch das nächste Grossprojekt, die Rathausplatz- überbauung, wird wahrscheinlich wieder so ein Flop, wie man so hört. Aber zuerst werden Millionen in sündteure Projekte investiert – ohne den Rückhalt der Bürger, die dies bezahlen sollen.Auch in Triesenberg, in Malbun, läuft dies so. Ohne Einverständniss der dort Betroffenen – Private und Betriebe – werden sinnlos Millionen verplant. Auf den einfachen Bürger und Steuerzahler wird keine Rücksicht genommen. Aber einige Profiteure sahnen kräftig ab.Dass dann die, die endlich den Finger auf diese wunden Punkte legen, als Populisten bezeichnet werden, zeigt das Verständnis und den Geist zu der Demokratie. Der Wille der Mehrheit ist bestimmend bei Entscheidungen in einer seriösen Demokratie, nicht das Rechthaben einiger weniger. Dies ist besonders anrüchig, wenn ein kleiner Kreis profitiert und sich selbst dabei massiv und unseriös bevorzugt, auch wenn sie sich für noch so qualifiziert halten.

Johann Walter Schädler, Austrasse 52, Vaduz

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