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Leserbrief

Taxjustice by Pepi?

Hans Mechnig,Tröxlegass 46, Schaan | 30. August 2013

In seinem jüngsten Leserbrief «Pflichtlektüre für alle Politiker, Steuerzahler, Presseleute etc.» verweist Pepi Schädler auf die Webseite www.taxjustice.net. Dort würden sich umfassende Informationen zum Thema Steuergerechtigkeit finden, lautet die Empfehlung. Als Steuerzahler zweifelsfrei in der Zielgruppe «Politiker, Steuerzahler, Presseleute» zu verorten, bin ich meinen Pflichten selbstverständlich umgehend und erwartungsfroh nachgekommen.Eine Webseite, die sich explizit auf die Steuergerechtigkeit beruft, müsste sicherlich auch umfangreiches Material zum Thema «Schattenwirtschaft» und «Schwarzarbeit» bieten, habe ich mir überlegt. Insbesondere die deutsche Version, «blog Steuergerechtigkeit». Anders ist eine seriöse Auseinandersetzung mit dem ohnehin schwierigen Thema «Steuergerechtigkeit» nicht möglich. Weshalb? Nun, nehmen wir nur einmal die Zahlen für Deutschland (Quelle: Wikipedia): Umsatz ca. 345 Milliarden (!) Euro jährlich; entspricht ca. 14 Prozent des deutschen BIP; entspricht bei einer Abgabenquote von ca. 35 Prozent einem Einnahmenausfall von 120 Milliarden Euro für den deutschen Staat! Im Vergleich dazu ist einer Meldung von «Spiegel Online» vom 20. August 2012 zu entnehmen, dass die Steuerfahnder dem Staat zusätzliche Einnahmen von knapp 4 (vier) Milliarden Euro gesichert haben ... in zwei Jahren! Ca. 2 Milliarden pro Jahr; und das noch mit Hilfe unseres Heinrichs und zahlreicher CDs aus der Eidgenossenschaft. 2010 verzeichnete der EU-Musterknabe Deutschland ein Haushaltsdefizit von ca. 106 Milliarden Euro; macht ca. 290 Millionen Euro täglich, Detail am Rande.Was meint «taxjustice.net» zum Thema? Nun, «taxjustice.net» meint eigentlich gar nichts zum Thema. Gähnende Leere! Präsentiert werden die üblichen Verdächtigen. Schlagzeile: «Steueroasen erzeugen Armut!» Dazu jede Menge Klassenkampf, manchmal pur, manchmal getarnt durch vermeintliche Sachlichkeit. Für dumm verkaufen lassen soll man sich auch noch. Schlagzeile: «Steuern machen glücklich!» Wobei, halt, so falsch ist das gar nicht! Fragt sich ja nur, auf welcher Seite man steht.Wo Pepi Schädler und seine Spiessgesellen stehen, ist mir klar! Die Steuergerechtigkeit jedenfalls geht ihnen an einem ganz bestimmten Körperteil vorbei. Ihnen gilt die Parole: Gerecht sind in erster Linie die Steuern, die von den anderen bezahlt werden! Brüder zur Sonne, zur Freiheit, zum Licht ...!


Hans Mechnig,Tröxlegass 46, Schaan

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