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Leserbrief

Vermögens-?rechtliche Aspekte des Konkordats

Patrick Sele,St. Markusgasse 13, Vaduz | 22. August 2013

Gemäss Art. 19, Abs. 3 des Konkordatsentwurfs haben Gemeinden die Pflicht, bei Kirchengebäuden, die zum Eigentum der katholischen Kirche gehören, für den Unterhalt der Gebäudesubstanz (Aussenhülle) zu sorgen. Es gibt aus meiner Sicht aber keinen Grund, weshalb eine Gemeinde für den Unterhalt von Gebäuden aufkommen soll, welche ihr nicht gehören. Ebenfalls problematisch ist meines Erachtens das in Art. 21 behandelte Vorkaufsrecht zum Betrag von 1 Franken. Ein Verkauf kirchlicher Gebäude käme ja wegen Art. 20, Abs. 1 nur dann infrage, wenn die betreffenden Gebäude nicht mehr genutzt würden. Ist ein vernünftiger Grund erkennbar, weshalb die katholische Kirche ein Gebäude erwerben sollte, das sie nicht mehr nutzt? Es wäre allenfalls vorstellbar, dass sie ein Gebäude leer stehen lässt, um es nach einer gewissen Zeit für 1 Franken zu erwerben. Falls Art. 19, Abs. 3 bestehen bleibt, würde dies für sie nicht einmal irgendwelche finanzielle Konsequenzen haben. Meines Erachtens sollte eine Gemeinde ungenutzte Kirchen-, Pfarr- und Kaplaneigebäude nach einer bestimmten Frist wie jedes anderes Gebäude verkaufen können. Dies gilt selbstverständlich auch für die katholische Kirche.


Patrick Sele,St. Markusgasse 13, Vaduz


Die Regierung «spart»

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