Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Staatlich finanzierter Religionsunterricht unter Beschuss

Patrick Sele,St. Markusgasse 13, Vaduz | 20. August 2013

Der staatlich finanzierte Religionsunterricht ist in letzter Zeit unter Beschuss gekommen. In den Niederlanden geschah dies im Rahmen von Sparbemühungen der Regierung. Das Internetmagazin katholisches.info schreibt hierzu: «In den Niederlanden wird den Religionslehrern an Grundschulen das Gehalt gestrichen. Die niederländische Regierung führt Einsparungen durch, die auch den Bildungsbereich treffen. In einem laizistischen Staat kann beim Religionsunterricht gespart werden. Bei diesem wird nicht nur gekürzt, sondern die Finanzierung vollkommen gestrichen.Die Massnahme ist Teil eines Sparpakets, mit dem der Staat 200 Millionen Euro einsparen will. Das Paket wurde dem Parlament zugeleitet.»Weniger finanziell als weltanschaulich motiviert ist eine am 15. August in Deutschland vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten e. V. (kurz: IBKA) lancierte Kampagne gegen die staatliche Finanzierung des Religionsunterrichts und letztlich den Religionsunterricht an staatlichen Schulen überhaupt. Zur staatlichen Finanzierung dieses Unterrichts äussern sich die Initianten wie folgt: «Glaubensunterweisung darf nicht aus den Taschen der Steuerzahler und damit auch der Konfessionslosen und Andersgläubigen finanziert werden. Lehrerinnen und Lehrer, die an staatlichen Schulen Religionsunterricht erteilen, dürfen dafür nicht vom Staat bezahlt werden.»Auch ich halte es für problematisch, wenn Steuerpflichtige, die keiner staatlich anerkannten Religionsgemeinschaft angehören, deren Religionsunterricht mit ihren Steuern mitfinanzieren müssen. Es kann argumentiert werden, dass dadurch die negative Religionsfreiheit verletzt wird.Hier in Liechtenstein richtet der Landtagsabgeordnete Erich Hasler bei seiner Begründung einer Finanzierung des Religionsunterrichts durch die Kirchen das Augenmerk auf finanzielle Gegebenheiten («hoi du» 1/2013). Hasler äussert die Befürchtung, dass mit der möglichen staatlichen Anerkennung weiterer Religionsgemeinschaften die diesbezüglichen Ausgaben steigen könnten. Meiner Ansicht nach sollte der Religionsunterricht an öffentlichen Schulen in Liechtenstein künftig durch die Kirchen finanziert werden.


Patrick Sele,St. Markusgasse 13, Vaduz


«Überwachungswahnsinn»

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung