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Leserbrief

Drei Säulen?der Schulkultur

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 17. August 2013

Bei uns beginnt nach Mitte August das neue Schuljahr – für viele Kinder und Eltern eine Freude, für manche eine drückende Sorge. Als alte Lehrerin lese ich noch immer mit grossem Interesse Artikel über Erziehung und Unterricht – zuweilen als Gewissenserforschung! Die Ansichten des Leiters des österreichischen Schul-Referats R. Luftensteiner haben mich beeindruckt und überzeugt. Er schrieb unter «Beziehung und Betreuung»: «Die Kindergärtnerinnen brauchen keine Ausbildung an der Universität. Ihre Kernkompetenz muss die emotionale und soziale Komponente sein (...). Wir machen unsere Kinder kaputt, wenn wir ihnen keine Zeit zum Kindsein gönnen.» Ich würde diese Behauptung auf die Lehrer/-innen der ersten vier Klassen Volksschule ausdehnen. Die Bildung des Herzens braucht der Mensch zu seinem Lebensglück dringender als die des Verstandes: Früh übt sich, wer ein Meister werden will! Luftensteiner ist überzeugt: «Ein Christ ist kein Christ – wir müssen eine Schulkultur entwickeln, die Beziehungen fördert.» Also nicht Wettbewerb! Auch nicht im Privatauto zur Schule! Er nennt drei Säulen der Schulkultur: Mitgefühl, Solidarität und Gottesfrage. Warum? Mitgefühl spürt die Bedürfnisse der anderen; Solidarität lehrt das Teilen und die Gottesfrage befähigt zum Dialog mit anderen Religionen, der heute in unserer so «bunten» Gesellschaft absolut notwendig ist. Das Erlernen dieser Haltungen muss in der Familie beginnen und in der Schule weiter entfaltet werden. Ich wünsche allen viel Freude und Erfolg.

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan

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