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Leserbrief

Beeindruckende Sparmassnahmen

Gloria Morrone,Landstrasse 96, Ruggell | 17. August 2013

Am Montag ist mir glatt das feine «Gipfeli» quer im Hals stecken geblieben. Ich lese, dass der Sender «1FLTV» doch tatsächlich Geld bekommt, damit die Qualität gesteigert werden kann – welche Qualität? Jene von der Landtagswahl-Aufzeichnung oder das aufregende Interview mit Divertimento im Februar? Vielleicht für die von PraktikantInnen unqualifiziert gestellten Fragen bei Interviews von Vereinen und Umfragen? Da ist mir unser Radio L doch um einiges lieber!Tage vorher steht in der Zeitung, dass zum Beispiel das Tierschutzhaus viel weniger Subvention bekommt. Eine Institution, welche schon sonst nicht mit Geld gesegnet ist. Mitarbeiter, die sich um Tiere kümmern müssen, welche von ihren Besitzern nicht mehr gewollt sind – vorzugsweise an Weihnachten und vor den Ferien. Die Tiere auf ihre Kosten aufpäppeln müssen, weil Menschen sie nicht artgerecht halten. Ein Tierschutzhaus, welches auch viel für die Kinder im Land macht und zwar unentgeltlich (Tierlehock, Exkursionen mit Fachpersonal usw.). Wirklich traurig!Auch den vielen kleinen Vereinen im Land, in denen die Menschen eh schon ehrenamtlich arbeiten, wird das Geld gekürzt oder dem LED, welcher gute Projekte einstampfen kann. Auch Jugendförderung wird gekürzt – das passt doch irgendwie nicht zum Slogan «unsere Kinder sind unser höchstes Gut»!Ruggell hat sich schon mal gute Gedanken darüber gemacht, wo man sparen könnte und scheut sich nicht, auch die «heiligen Kühe» zu benennen. Leider ist das nicht im ganzen Land so. Auch wurde schon oft gefordert, die Mieteinnahmen zu versteuern, wieso wird das nicht endlich umgesetzt? Wie wäre es, statt immer mehr Grenzgänger zu holen, die eigenen Leute im Land anzustellen? Ist zwar teurer, aber das Geld bleibt dann wenigstens im Land und wird hier ausgegeben. Stattdessen brettern etwa in Ruggell jeden Morgen und Abend Grenzgänger die Landstrasse entlang und verwechseln diese mit dem Nürburgring. (Exemplare mit Autos und Motorrädern, die an späten Pubertätsschüben leiden, haben wir leider zur Genüge auch selbst im Dorf.) Aber vielleicht wird es ja die S-Bahn richten, zwei oder drei Personen werden sicher auf die Bahn umsatteln … (kostet ja fast nix)! Es ist klar, dass jeder mithelfen muss zu sparen. Aber zu sehen, dass die Einen, welche doch sicher genug haben, nicht zur Kasse gebeten werden … naja!


Gloria Morrone,Landstrasse 96, Ruggell


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