Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Vielleicht ist eine Gesundschrumpfung notwendig

Wolfgang Risch,An der Halde 40, Triesen | 31. Juli 2013

Zu den Artikeln «Gewerbe leidet unter Spardruck» und «Private springen in die Bresche» im «Liechtensteiner Vaterland» unter «Wirtschaft-regional», erschienen am Samstag, den 27. Juli:Aus den Artikeln ziehe ich unter anderem den Schluss, dass die öffentliche Hand, falls es einmal nicht so läuft, wie man es sich gewohnt ist, für Beschäftigung im Gewerbe sorgen soll. Ich bin anderer Meinung. Das kann nie Aufgabe des Staates sein.Wie es um den Staatshaushalt steht, dürfte zwischenzeitlich jedem klar sein. Die Boom-Jahre sind vorbei. Wir hatten goldene Zeiten, angefangen Ende der 1950er-Jahre bis weit über das Jahr 2000 hinaus. Die Welt hat sich nun drastisch verändert. Dass die Regierung den Rotstift aus verschiedensten Gründen ansetzen muss, ist Tatsache geworden. Für uns sicher ungewohnt!Dass bei öffentlichen Bauten und sonstigen Arbeitsvergaben zweimal über die Bücher gegangen wird, ist völlig klar und auch richtig so. Der überhitzte Bauboom in den vergangenen Jahrzehnten droht etwas abzunehmen. Langsam auf den Boden der Realität zurückkehrend, stellt die Baubranche fest, dass künftig zu viel «freie Kapazität» vorhanden sein könnte und auch «die überhitzt guten Preise» der Vergangenheit angehören. Ok, dann ist es so. (Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.) In praktisch allen Branchen muss künftig vermehrt um Kunden respektive Aufträge gekämpft werden. Dies haben wir in den vergangenen Jahren etwas verlernt. Diese neue, grosse Herausforderung anzunehmen ist die Aufgabe jedes Einzelnen. Die Marktwirtschaft, sprich «Private springen in die Bresche», tritt hier auf den Plan. Sicher nicht der Staat. Vielleicht ist eine gewisse Gesundschrumpfung notwendig, warum nicht?Wir alle müssen lernen, künftig kleinere Brötchen zu backen. Doch, wir jammern auf einem sehr hohen Niveau. Wem das noch nicht bewusst ist, der entfliehe einmal dem engen Rheintal und werfe einen Blick in andere Länder – ich meine damit aber nicht den Urlaub im Fünf-Sterne-Hotel! – die Augen werden jedem weit aufgehen. Er wird wieder glücklich und zufrieden die Landesgrenze überschreiten, mit einem kräftigen «Gott sei Dank!».

Wolfgang Risch,An der Halde 40, Triesen


Frage des Mitgefühls

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung