Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Wie lange noch?

Franz Wachter, Schaanerstrasse 23, Vaduz | 26. Juli 2013

Kein Tag vergeht, an dem nicht von Sparmassnahmen geredet und in den Zeitungen geschrieben wird. Es ist wohl auch dem Hinterletzten inzwischen klar, dass Sparmassnahmen nötig und unumgänglich sind. Die Frage stellt sich nur, wo und bei wem gespart werden soll. Es ist zwar lobenswert, wenn die Regierung versucht, überall den Gürtel enger zu schnallen, doch mutet es doch geradezu grotesk an, wenn beispielsweise keine Beiträge mehr an das Übereinkommen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (–5000 Franken), 40 000 Franken weniger für die Caritas oder nur noch ein Sprachaufenthalt für Gymnasiasten (–130 000 Franken) den verfahrenen Karren wieder in Schwung bringen sollen.Derzeit werden landauf und landab diverse Bushaltestellen wieder zurückgebaut, sprich die für die Erstellung der Busbuchten getätigten Investitionen in der Höhe von mehreren Millionen ganz einfach vernichtet. An den Ortseinfahrten, wie beispielsweise in Nendeln, werden für über 400 000 Franken, Inseln mitten auf die Strasse gebaut und dies mit dem Argument, dadurch die Geschwindigkeit zu reduzieren. Ein Radar für etwa 30 000 Franken hätte denselben Effekt erzielt und sich zusätzlich noch selbst finanziert!In Anbetracht all dieser Schildbürgerstreiche fragt sich doch so mancher, was dies alles nun soll, wann diesem Treiben Einhalt geboten wird und wann wirklich nachhaltige Massnahmen angegangen werden. Mit einer massvollen Reduktion der Beamtenschar könnten schlagartig Millionenbeträge eingespart werden und hätte zusätzlich noch den Vorteil, dass das eine oder andere Beschäftigungsprojekt erst gar nicht angedacht wird. Die Regierung will hier zwar auch den Rotstift ansetzen und bei Neuanstellungen restriktiver vorgehen. Dies müsste aber doch die Regel sein!Von einem echten Sparpaket kann so oder so nicht gesprochen werden und müsste wirklich anders aussehen. Von den angekündigten 52 Millionen Franken sind nur lediglich 13 Millionen Einsparungen. Der grosse Rest entfällt auf höhere Steuern und Gebühren.Angesichts dieser Fehlentwicklung macht so mancher Steuerzahler, derzeit noch, die Faust im Sack.Wie lange noch?

Franz Wachter, Schaanerstrasse 23, Vaduz

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung