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Leserbrief

Mindeststeuer steht auf dem Prüfstand

Herbert Lageder,Steineststrasse 48,Triesenberg | 22. Juli 2013

Im «Volksblatt» vom 19.07.2013 ist zu lesen, dass die FBP/VU-Regierung die Einführung einer Mindeststeuer oder die Anpassung des Grundfreibetrags prüft. Dies aus dem Grund, weil 47 Prozent aller Steuerpflichtigen weniger als 1000 Franken oder gar keine Steuern bezahlen und trotzdem von den Leistungen des Staates profitieren.Keine Steuern?! Ich frage mich allen Ernstes, ob die FBP/VU-Regierung unser Steuersystem noch nicht mal in den Grundzügen verstanden hat. Sind Mehrwertsteuer, Motorfahrzeugsteuer, Steuern auf Benzin, Tabak und Alkohol, Hundesteuer, usw. keine Steuern? Wenn ich die einzelnen Posten überschlagsmässig zusammenrechne, komme ich locker auf mehrere Tausend Franken Steuern und Abgaben, die auch ein Steuerpflichtiger zu leisten hat, der angeblich keine Steuern und Abgaben bezahlt.Hat sich die FBP/VU-Regierung die Mühe gemacht, auszurechnen, wie viele Millionen an Steuern und Abgaben von diesen 47 Prozent der «Nichtsteuerzahler» abgeführt werden? Wie viele Millionen an Mindeststeuer soll denn bei den erwähnten 47 Prozent (entspricht ca. 10?900 Steuerpflichtigen) zusätzlich eingefordert werden?Etwas mehr Sorgfalt bei der Ausarbeitung von Vorschlägen zur Sanierung des Staatshaushaltes wäre wünschenswert. Vor allem dann, wenn 47 Prozent der Steuerpflichtigen in die Ecke von Schmarotzern oder Bezügern von Staatsleistungen, für die sie angeblich nichts bezahlen, gestellt werden.

Herbert Lageder,Steineststrasse 48,Triesenberg

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