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Leserbrief

LIEmobil zeigt Verständnis

Die vollständige Umfrage sehen Sie im?Media Center auf www.volksblatt.li | 12. Juli 2013

Unverständnis?Zu viel, zu teuer und ungerecht: Das ist das Ergebnis einer Kurzumfrage von Volksblatt.li unter Kunden der LIEmobil zu den neuen Bustarifen.

Von Holger Franke

Das Verständnis für die Preiserhöhungen bei der LIEmobil hält sich in engen Grenzen: «320 Franken für ein Jahr ist aber sehr günstig», oder auch: «Ich finde es gut, dass es etwas teurer wird, aber das ist inzwischen etwas zu teuer.» Es sind lediglich zwei Meinungen, die noch am ehesten Verständnis für die neuen Tarife ausdrücken. Doch die überwiegende Mehrheit der Befragten steht den höheren Preisen klar ablehnend gegenüber. Es werde ohnehin schon alles teurer, die Preise seien definitiv zu hoch und viele würden nun doch eher wieder Auto fahren: Meinungen, die Volksblatt.li in einem Videobeitrag unter zufällig ausgewählten Fahrgästen eingefangen hat. Natürlich ist diese Umfrage keinesfalls repräsentativ, doch dürften die Aussagen der Befragten durchaus die Stimmungslage unter den Fahrgästen widerspiegeln. Bereits in den vergangenen Wochen hatten sich zahlreiche Kunden der LIEmobil in den Leserbriefspalten zu Wort gemeldet und in ähnlicher Weise argumentiert.

80 Franken für ein Jahresabo, dann 160 Franken, dann 240 Franken und nun 320 Franken – für viele ist diese Preiserhöhung innerhalb weniger Jahre nicht mehr nachvollziehbar. «Auch eine Tageskarte kostete bisher 12 Franken, neu 23,80 Franken – das sind 100 Prozent! Hammermäs-sig – aber die LIEmobil kann und darf sich das leisten. Ich werde kein Abo mehr kaufen», schrieb beispielsweise Ruth Eggenberger aus Triesen in einem Leserbrief, der am 11. Mai veröffentlicht wurde. Claudia Lins aus Vaduz mahnte in einem Leserbrief am 21. Juni vor einem Sozialabbau: «Betroffen sind Menschen, vor allem Familien, die sich kein Auto leisten können und auf den Bus angewiesen sind und jetzt mit höheren Tarifen rechnen müssen. Betroffen sind Leute, die freiwillig aufs Auto verzichten, um einen Beitrag an den Umweltschutz zu leisten.» Ähnlich argumentierten auch einige der nun Befragten. Im Hinblick auf die Kosten hatte VCL-Präsident Georg Sele im «Volksblatt»-Interview bereits am 6. Juli daran erinnert, dass das Verkehrsmittel mit den höchsten Benutzerkosten jedoch bei Weitem das Auto sei, gefolgt vom öffentlichen Verkehr und dem Fahrrad. Darüber hinaus seien die Bustarife in Liechtenstein zu verantworten – auch im regionalen Vergleich. «Ein dem LIEmobil vergleichbares Vollpreis-Jahresabo zu 320 Franken kostet in der Schweizer Nachbarschaft bis zu 1890 Franken, in Vorarlberg 312 Euro», rechnete Sele vor.

Auf Seiten der LIEmobil zeigt man Verständnis für den öffentliche Unmut. Natürlich sei niemand erfreut über die Preissteigerung. Man hoffe aber auf Verständnis und betont, dass mit der Tarifrevision auch günstige Angebote eingeführt wurden. In einem Interview, das das «Volksblatt» in einer der kommenden Ausgaben veröffentlicht, nennt Jürgen Frick, der LIEmobil-Geschäftsführer Ulrich Feisst derzeit vertritt, als Beispiel unter anderem den Kurzstreckenfahrschein für 2 Franken.

Die vollständige Umfrage sehen Sie im?Media Center auf www.volksblatt.li

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