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Leserbrief

FBP-Präsident Batliner kritisiert DU

| 6. Juli 2013

Provokant?Ausgerechnet jene Partei, die am vehementesten gegen Populismus, Ausgrenzung und Diskriminierung auftritt, muss sich nun «grobschlächtige Geschmacklosigkeit» und «niederträchtiges» Politisieren im Stile einer SVP vorwerfen lassen.

Von Michael Benvenuti

In Karikaturen, der bildlichen Form der Satire, werden Menschen oder gesellschaftliche Zustände bewusst überspitzt oder verzerrt dargestellt, um den Betrachter zum Nachdenken zu bewegen. Das ist den Machern der «Seperrklausel»-Karikatur im aktuellen FL-Magazin «Weiss» durchaus gelungen. Bei manchen Lesern lös-ten die Darstellung des DU-Abgeordneten Herbert Elkuch und die Kommentare der drei Wahlbeobachter ein Schmunzeln aus, die betroffenen Personen reagierten hingegen empört. «Das ist nicht einmal mehr respekt- und würdelos, das ist einfach niederträchtig», ärgern sich die Landtagsabgeordneten Johannes Kaiser (FBP) und Herbert Elkuch in einem Leserbrief (Seite 4). Diese Karikatur sei «beleidigend», «auf tiefstem Niveau» und «niederträchtig».

Hart ins Gericht mit der Freien Liste geht auch die DU-Frakion. «Eine derart grobschlächtige Geschmacklosigkeit gegenüber den beiden Abgeordneten und dem Landtag als Ganzes befremdet. Diese Karikatur ist jenseits der berüchtigsten SVP-Plakate», schreiben «Die Unabhängigen». Jürgen Beck, der vergangene Woche aus der VU ausgetreten war und mittlerweile auch DU zuzurechnen ist, wirft der Freien Liste vor, zu Mitteln zu greifen, «die wir bisher nur von rechtspopulistischen Gruppierungen kannten». Die Freie Liste zeige mit dieser Karikatur, dass sie nicht davor zurückschrecke, Menschen, die nicht so sind wie andere, in einer menschenverachtenden Art und Weise für ihre Zwecke zu missbrauchen. Beck forderte die Verantwortlichen der Weissen auf: «Entschuldigt euch beim liechtensteinischen Volk und entschuldigt euch bei Herbert Elkuch.»

Auch FBP-Präsident Alexander Batliner verurteilte die FL-Karikatur: «Gewählten Volksvertretern ist Respekt entgegenzubringen – diese Karikatur lässt allerdings den nötigen Respekt vor Herbert Elkuch und Johannes Kaiser vermissen. Diese Art der Politik bringt unser Land nicht weiter.» Dass sich nun jedoch ausgerechnet Exponenten der Unabhängigen als Moralapostel aufspielen, ist für Batliner übertrieben und wenig glaubwürdig: «Einzelne Vertreter von DU schüren ebenfalls extreme Emotionen, gehen mit den politischen Gegnern wenig zimperlich um und sind um nichts besser.» Der FBP-Präsident erinnerte in diesem Zusammenhang an die massiven persönlichen Angriffe von DU-Präsident Harry Quaderer gegen die frühere Regierungsrätin Renate Müssner.Für Alexander Batliner ist die Karikatur der Freien Liste der Beweis dafür, «dass es ihnen wie auch DU mehr um die eigene Profilierungssucht geht, als um konstruktive Lösungen für das Land». Gleichzeitig betonte er, dass die Bürgerpartei solche populistischen Aktionen nicht nötig habe: «Wir verfügen über eine sehr gute Regierungsmannschaft, die mit einer konstruktiven Arbeit überzeugt.»VU-Präsident Jakob Büchel wollte übrigens auf «Volksblatt»-Anfrage keinen Kommentar abgeben.

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