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Leserbrief

«Keine zufriedenstellenden?Antworten»

Dr. Kurt F. Büchel,Letzanaweg 25, Triesen | 29. Juni 2013

Ich bin von den Berichten über die Informationsveranstaltung enttäuscht. Ich nehme doch an, dass meine Fragen vom 21. Juni in der Informationsveranstaltung auch von anderer Seite gestellt wurden, weil sie doch grundsätzlich sind und auf der Hand liegen. Offensichtlich hat das Podium keine zufriedenstellenden Antworten bzw. Erklärungen geben können. Im Einzelnen:1. Aus welchen (detailliert anzugebenden) Gründen besteht die Regierung auf dem Paket Verfassungsänderung, Religionsgemeinschaftengesetz und Konkordat und setzt nicht wenigstens einmal die ersten beiden in die Tat um? Es ist scheinbar kein vernünftiger Grund zu sehen. Man verliert doch nicht jahrelange Vorarbeiten (die bezüglich des Konkordats notabene geheim geführt wurden), wenn die beiden gesetzlichen Regelungen endlich einmal in Kraft gesetzt werden.2. «Die Lösung sieht ein Geben und Nehmen vor»: Das ist eine Behauptung ohne die Angabe von Beispielen geschweige denn Rechen-Exempeln. Warum werden die Rechte und Pflichten von Staat und Kirche nicht beim Namen genannt und bewertet? Offensichtlich hat das Podium keine derartigen Details gebracht, sonst hätten die Landeszeitungen sie sicherlich aufgegriffen. Ich habe das Konkordat sorgfältig gelesen, kann mich aber des Eindrucks einer totalen Unausgewogenheit nicht erwehren.3. Mit keinem Wort wird auch auf die Bestimmungen eingegangen, die faktisch eine entschädigunglose Übertragung der Gebäude an die Kirche ermöglichen, wobei die Gemeinden aber weiterhin für den ?äusseren Unterhalt aufkommen müssen.Interessant wäre noch zu erfahren, von wem und wann sowie mit welchen Auflagen eigentlich ein Verhandlungsmandat für ein Konkordat mit dem Heiligen Stuhl erteilt wurde.


Dr. Kurt F. Büchel,Letzanaweg 25, Triesen


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