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Leserbrief

Mittelstand ist?bedroht

Gerhard Hermann,Speckibünt 36, Schaan | 27. Juni 2013

Das ewige Jammern der politischen Mandatare in Bezug auf die Schieflage des Staatshaushaltes, welche sie grösstenteils durch den Beschluss des neuen Steuergesetzes selbst verursacht haben, ist paradox. Warum fragt sich niemand in diesem Land wie gross die Differenzen der Steuererträge pro Steuerkategorie im Vergleich zwischen dem alten und neuen Steuergesetz im Jahr 2012 sind. Möglicherweise liegen dort die Gründe für den massiven Ertragseinbruch der Steuereinnahmen des Landes? Aus simpler Logik heraus muss sogar davon ausgegangen werden, da die Gewinne Liechtensteinischer Betriebe im Jahr 2012 glücklicherweise ausserordentlich hoch ausgefallen sind und somit auch die daraus resultierenden Managerboni etc. In der Liechtensteinischen Verfassung Art. 24 steht u. a., dass bei der Besteuerung eben höhere Vermögen und höhere Einkommen stärker herangezogen werden müssen! Nun würde doch interessieren, ob das aktuelle Steuergesetz diese verfassungsrechtliche Verpflichtung erfüllt? Wenn hier nicht sofort eine Kurskorrektur vorgenommen wird, wird der Mittelstand diese Rechnung teuer bezahlen müssen. Verfassungstext Art. 24: 1) Der Staat sorgt im Wege zu erlassender Gesetze für eine gerechte Besteuerung unter Freilassung eines Existenzminimums und mit stärkerer Heranziehung höherer Vermögen oder Einkommen. 2) Die finanzielle Lage des Staates ist nach Tunlichkeit zu heben und es ist besonders auf die Erschliessung neuer Einnahmsquellen zur Bestreitung der öffentlichen Bedürfnisse Bedacht zu nehmen.

Gerhard Hermann,Speckibünt 36, Schaan


Chancengleichheit

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