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Leserbrief

Externe Kosten?und Milchkühe

Vorstand des Verkehrs-Clubs?Liechtenstein (VCL) | 26. Juni 2013

Als externe Kosten des Verkehrswesens werden solche bezeichnet, die weder vom Verkehrsteilnehmenden noch von einer Versicherung bezahlt werden. Die Direktorin des Bundesamtes für Raumentwicklung schreibt im Vorwort der Broschüre: «Die Bewertung der externen Kosten des Verkehrs ist kein leichtes Unterfangen. Sie ist indessen unerlässlich, soll die Transparenz der Mobilitätskosten verbessert und eine nachhaltige Verkehrspolitik ermöglicht werden.»

Die Hauptverursacher der externen Kosten sind: Folgekosten von Unfällen und Gesundheitskosten wegen Luftverschmutzung mit je etwa 2 Milliarden Franken; gefolgt von Klima und Lärm mit je etwa 1,2 Milliarden Franken. In der Taschenstatistik 2012 «Mobilität und Verkehr» des Bundesamtes für Statistik findet sich auf Seite 29 eine übersichtliche Darstellung. Die totalen externen Kosten des Verkehrs in der Schweiz betragen 8074 Millionen Franken für die Strasse und 455 Millionen Franken für die Schiene; also 95 Prozent Strasse, 5 Prozent Schiene. Bei den Strassenkosten werden 4,6 Milliarden Franken dem Auto zugeordnet. Daraus ergeben sich neun Rappen pro Auto-Fahrzeugkilometer. Im Durchschnitt betragen die nicht von den Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughaltern oder Versicherungen getragenen Kosten also etwa 1000 Franken pro Jahr und Auto. Wie Milchkühe werden also auch Autos erheblich subventioniert.Der VCL hat zur Problematik der volkswirtschaftlichen Gesamtkostenrechnung des Verkehrs unter Berücksichtigung der externen Kosten und des Nutzens ein Diskussionspapier erarbeitet. Es ist publiziert auf www.vcl.li (Rubrik Fachthemen).

Vorstand des Verkehrs-Clubs?Liechtenstein (VCL)


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