Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Zum Nachdenken!

Eugen Beck, Altvorsteher,?Dorfstrasse 40, Planken | 26. Juni 2013

Ich bin Pensionist und habe daher Zeit, die jeweiligen Landtagssitzungen am Fernseher zu verfolgen. Landespolitik interessiert mich aus-serordentlich. Ich habe also auch die äusserst emotional geführte Debatte in Sachen Defizit des Landesmuseums mitverfolgt. Es ist gut, wenn der Landtag Defizite diskutiert und hinterfragt, Defizite wird er auch in den kommenden Sitzungen behandeln müssen.Was mich bei der Defizitdiskussion über das Liechtensteinische Landesmuseum gestört hat, ist die Feststellung, dass keine Abgeordnete und kein Abgeordneter die Frage einbrachte, wie und bis wann diese Schulden abgebaut werden. Für mich wäre das eine ganz zentrale Frage gewesen. Auch die Kulturministerin erwähnte dazu kein Wort. Ich konnte nun erfahren, dass Stiftungsrat und Direktion bereits Ende 2013 eine ausgeglichene Rechnung präsentieren werden. Dies hätte von-seiten der Regierung erwähnt werden müssen. Die Emotionen hätten sich dann teilweise vielleicht auch in ein Lob verwandeln können.Ich frage etwas provokativ: Wie lange dauert es, bis das Defizit der Landesrechnung, wo Regierung und Landtag mitverantwortlich sind, ausgeglichen ist? Ich frage mich, bis wann die Unterdeckung der Pensionskasse, wo Regierung und Landtag mitverantwortlich sind, ausgeglichen ist? Das Defizit des Landesmuseums ist offenbar entstanden, weil ausserordentlich wichtige Jubiläen dargestellt wurden: 300 Jahre Oberland, 100 Jahre Briefmarken, 150 Jahre Landtag. Für mich waren diese Liechtenstein-Ausstellungen wichtig. Welche Institution ausser dem Landesmuseum könnte sonst in dieser Art diese Jubiläen aufwerten? Es gab dadurch leider die sicher unerfreuliche Sache: das Defizit. Das Erfreuliche: Bereits ein Jahr später, per 31.12.2013, soll eine ausgeglichene Rechnung präsentiert werden. Dank an die Verantwortlichen und alle Achtung. Ein Sprichwort sagt: «Man soll nicht mit Steinen werfen, wenn man selbst im Glashaus sitzt.» Ich kann es nicht loswerden, dieses Sprichwort kommt mir momentan immer wieder in den Sinn. Ich schaue und höre nicht nur Landtagsdebatten, unter anderem spiele ich gerne mit meiner Handharmonika ab und zu die Swing-Polka: «Noch äm Räga schint z ’Sunna.»In diesem Sinne wünsche ich allen endlich einen Sommer voller Sonne und weniger Regen.


Eugen Beck, Altvorsteher,?Dorfstrasse 40, Planken

«Unfall bei den Pfadis»

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung