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Leserbrief

Salz der Erde

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 15. Juni 2013

Letzten Dienstag hörten wir im Tagesevangelium (Mt 5,13ff) Jesu Worte: «Ihr seid das Salz der Erde ...» Papst Franziskus sagte dazu: «Christen müssen wie Salz wirken, das die Speisen schmackhafter macht; allein – nur Worte – ist es ungeniessbar!» Das lebt der Bischof von Rom auch: Als er eines Morgens den Schweizer Gardisten vor seinem Zimmer stehen sah, fragte er: «Standen Sie die ganze Nacht hier?» – «Ja, das ist meine Pflicht.» Der Papst verschwand, brachte ihm einen Stuhl, hiess ihn, sich auszuruhen; danach brachte er ihm noch ein belegtes Brötchen für den ersten Hunger; falls ihn jemand deswegen tadle, solle er sich auf den Papst berufen.Am 16. April sagte er bei der Morgenmesse: «Der Hl. Geist gibt die Kraft und die Hoffnung, vorwärtszugehen, aber uns gefällt die Bequemlichkeit viel besser ... Wir haben nicht getan, was uns das Konzil gesagt hat, und jetzt – nach 50 Jahren – bauen wir ihm ein bequemes Denkmal, das uns nicht stört.»Den Bischöfen Italiens schärfte Franziskus am 23. Mai im Petersdom ein, nachdem sie wie üblich mit dem Papst das Glaubensbekenntnis gesprochen hatten: «Ihr müsst als gute Hirten mitten unter der Herde wandern, mehr am Volk als an der Organisation ... interessiert sein.»Die Kette ähnlicher Botschaften bricht nicht ab. Beim Weltjugendtag in Rio will der Argentinier die Eucharistie auf Portugiesisch feiern.Mich freut es, dass manche Würdenträger bereits versuchen, die Einfachheit des neuen Papstes nachzuahmen und dass sie es als Befreiung erleben. Lassen auch wir uns von diesem mutigen Jünger Christi anstecken! Werden wir – wie er – Salz der Erde und Licht der Welt!


Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan

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