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Leserbrief

Der Strassenverkehr ist mindestens kos-tendeckend, viel eher sogar überdeckend

Othmar Züger, Aeulegraben 32, Triesen | 10. Juni 2013

Im Forumsbeitrag des VCL vom 5.Juni zu den Kosten des Strassenverkehrs werden nicht die realen Verhältnisse dargestellt. Die Gemeindestrassen und -wege voll dem Motorfahrzeugverkehr anzulasten, ist einseitig, stellen doch diese Stras-sen die allgemeine Zugänglichkeit für alle sicher, d. h. für Fussgänger, Radfahrer, den motorisierten Verkehr, die Landwirtschaft, usw. Ein Kostenanteil des Privatverkehrs von 2/3 wäre angebrachter. Bei der Aufstellung des VCL fehlen die beträchtlichen Mehrwertsteuer- (MwSt.) Einnahmen in Verbindung mit dem motorisierten Strassenverkehr. Einer Faustformel folgend betragen die über die Nutzungsdauer von 12 Jahren anfallenden Gesamtkosten für ein 40?000 Franken teures Auto in Summe ca. 100?000 Franken, d. h. für Anschaffung, Treibstoff, Unterhalt, Reparaturen, Versicherungen etc. Aus dieser Summe entfallen 8 Prozent MwSt., was pro Jahr im Schnitt ca. 630 Franken ergibt. Für die gerundet 28?000 Personenwagen im Land ergibt das ca. 18 Mio. Franken pro Jahr. Für die 700 Lastwagen und Busse, die 2300 Lieferwagen und die 3500 Motorräder kommen in ähnlicher Weise zusammen mindestens weitere ca. 6 Mio. Franken MwSt. dazu, was in Summe ca. 24 Mio. Franken an MwSt. pro Jahr aus dem motorisierten Strassenverkehr ergibt. Mit den 20 Mio. Franken Mineralölsteuer, 12 Mio. Franken Motorfahrzeugsteuer, 11 Mio. Franken LSVA betragen die gesamten Abgaben ca. 67 Mio. Franken pro Jahr. Zieht man davon die Gesamtkosten der Landstrassen von 21 Mio. Franken (Bau und Unterhalt) und wie oben erwähnt 2/3 der 26 Mio. Franken für Gemeinde- strassen ab, landet man bei +28 Mio. Franken, die dem Land netto bleiben. Der VCL stellte in den Raum, dass jedes Auto trotz aller Steuern und Abgaben pauschal weitere 1000 Franken pro Jahr an versteckten Kosten dem Land hinterlasse, also in Summe 28 Mio. Franken. Wie man sich diesen Betrag herrechnet, entgeht mir; doch selbst wenn dies noch so wäre, würde ein ausgeglichener Saldo für den Strassenverkehr resultieren, aber in keiner Weise ein –30-Mio.-Franken-Defizit, wie der VCL angibt.

Othmar Züger, Aeulegraben 32, Triesen


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