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Leserbrief

Reale Kosten des Strassenverkehrs

VCL Verkehrs-Club Liechtenstein | 5. Juni 2013

Der Forumsbeitrag «LIEmobil-Tarife und VCL» vom 29. Mai machte auch eine Aussage zu den volkswirtschaftlichen Gesamtkosten des Autoverkehrs und des öffentlichen Verkehrs. Der VCL verwendet dabei die Zahlen von 2011; diese weichen von den Zahlen 2012 nur wenig ab. Dargestellt wurde diese Gesamtbetrachtung auch im «Volksblatt»-Interview mit Andrea Matt vom 27. April. Als Reaktion meinte Othmar Züger, dass der Strassenverkehr nicht subventioniert werde, sondern netto sogar Geld an die Staatskasse abliefere. Diese Aussage stimmt nicht. Denn die Einnahmen werden um etwa 17 Mio. Franken zu hoch angenommen. Aus Einfuhrzöllen und steuerähnlichen Abgaben erhielt Liechtenstein im Jahr 2011 von der Schweiz 35,5 Mio. Franken (2012: 36.2); doch nur 19 bis 20 Mio. davon stammen aus der Mineralölsteuer und dem Mineralölsteuerzuschlag. Die Ausgaben der Gemeinden für Strassenbau und -unterhalt von gemittelt etwa 26 Mio. Franken pro Jahr werden nicht berücksichtigt. Die externen Kosten des Verkehrs gehen vergessen.Die Einnahmen aus dem Strassenverkehr (Zölle, LSVA, Motorfahrzeugsteuer) und die Ausgaben von Land und Gemeinden dafür (Investitionen und Unterhalt) halten sich etwa die Waage, bei Mehrausgaben von zirka 2 Mio. Franken. Die externen, nicht von den Verursachern selbst getragenen Kosten betragen etwa 1000 Franken pro Auto und Jahr für unsere Gesellschaft; d. h. rund 28 Mio. Franken pro Jahr. Die wichtigsten Kostenblöcke sind die Unfallfolgekosten und die Gesundheitskosten infolge verkehrsbedingter Luftverschmutzung. In einer vereinfachten volkswirtschaftlichen Gesamtbetrachtung ergibt sich also, dass der Autoverkehr von der gesamten Gesellschaft mit etwa 30 Mio. Franken pro Jahr subventioniert wird.


VCL Verkehrs-Club Liechtenstein

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