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Leserbrief

Stabsstelle für?Chancengleichheit – wie weiter?

Petra Eichele, Sektion Frauen LANV | 4. Juni 2013

Mit dem Rücktritt der Kommission für die Gleichstellung von Mann und Frau Ende Mai hat die Kommission ein sichtbares Zeichen gesetzt. Sie hat klargemacht, dass unter den gegebenen Umständen eine Wahrnehmung ihrer Aufgaben nicht mehr möglich ist. Die Stabsstelle wurde durch den massiven personellen Abbau sukzessive geschwächt. Alle Versuche des Frauennetzes und der Gleichstellungskommission, die Stellen neu zu besetzen, sind ungehört und erfolglos geblieben. Wir sind empört und bestürzt über die Vorgehensweise!Dass die Gleichstellungsziele noch nicht erreicht sind, erleben wir in unserer täglichen Arbeit. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Vereinbarkeit von Familie und Erwerb und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz sind nur einige Themen, mit denen wir täglich konfrontiert werden. Antriebsfeder für unsere gewerkschaftliche Gleichstellungsarbeit für Mann und Frau sind die ratsuchenden Arbeitnehmenden und nicht eine «religiöse Verfolgung der Gleichstellungsfrage». Durch die Auflösung der Stabsstelle für Chancengleichheit würden wir eine kompetente und verlässliche Partnerin für unsere politische und gewerkschaftliche Arbeit verlieren. Der Know-how-Verlust bremst die Chancengleichheit und schadet der Bevölkerung und dem Land Liechtenstein, vom Imageschaden im internationalen Umfeld (CEDAW) einmal abgesehen.


Petra Eichele, Sektion Frauen LANV

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