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Leserbrief

Joseph?Bonifazius Roth †

| 25. Mai 2013

«Ein neuer Stern?steht am Himmel»


Nach kurzer schwerer Krankheit ist Joseph Bonifazius Roth am 9. April im Beisein seiner geliebten Frau Therese friedlich eingeschlafen. Um ihn trauern auch seine drei Kinder Dieter, Marcel und Pia mit Familien, Geschwister und Anverwandte. Ihnen allen sprechen wir unser herzliches Beileid aus. Der liebe Verstorbene ruhe im ewigen Frieden.Am 22. November 1932 erblickte Joseph das Licht der Welt. Er wuchs zusammen mit sechs Geschwistern auf dem elterlichen Bauernhof von Johann und Berta Roth, geb. Nigg, am Sonnenberg in Vilters auf. In sehr bescheidenen Verhältnissen, am Anfang noch ohne fliessend Wasser und ohne Strom, erlebte er eine glückliche Kindheit. Der lange Schulweg hinab ins Dorf und später in die Sekundarschule in Sargans gehörten zum Alltag, so wie das tägliche Helfen und Arbeiten auf dem Hof.Nach der Rekrutenschule blieb er der Uniform erhalten und liess sich zum Grenzwächter ausbilden. Einmal fuhr der Formel-1-Weltmeister Juan-Manuel Fangio über die Schweizer Grenze. Nach dessen Ausweiskontrolle bat Joseph, Fangio soll bei der Anfahrt seinem Mercedes Silberpfeil die Sporen geben, was dieser auch zur Freude aller tat. Solche Geschichten erzählte er später gern seinen Kindern und Enkelkindern.Mitte der 1950er-Jahre liess er sich in Winterthur zum Polizisten weiterbilden. Dort arbeitete er denn viele Jahre bei der Stadtpolizei. Dieser Beruf passte zu seinem Charakter. Seine hilfsbereite, gradlinige Art war überall sehr beliebt und geschätzt. Er pflegte bis zuletzt mit seinen ehemaligen Polizeikameraden Kontakt. Sport und Bewegung liebte der über alles. Das Sportschiessen und Feldhandball bei Pfadi Winterthur waren seine Leidenschaft. 1963 zog es ihn ins Ländle, wo er als Lkw-Chauffeur bei der Firma Roth Transporte in Triesen eine neue Arbeit fand. Seine Fahrten brachten ihn ins Ausland und in die entlegendsten Regionen der Schweiz. Er kannte jedes noch so kleine Dorf und wusste genau, wie man jeweils dorthin gelangte.1969 lernte er Theres Good, die Liebe seines Lebens, kennen. Er führte sie noch im selben Jahr vor den Traualtar. Der glücklichen Ehe entsprossen drei Kinder. Das Wichtigste für Joseph war seine Familie. Er verbrachte sehr viel Zeit mit ihr und war jederzeit für alle da. Er war ein toller Ehemann und Papi. Seine Flexibilität und seine Lust auf Neues begleiteten seine Berufskarriere. Sei es als Geschäftsführer bei Adam Touring, Triesen, oder als Buchhalter bei Ritter und Partner, Vaduz. Er arbeitete mit viel Engagement und fand darin seine Befriedigung. Sein vielseitiges Talent und seine Bodenständigkeit halfen ihm dabei sehr. Nach der Pensionierung im Jahre 1997 konnte er seinen Hobbys mehr Zeit widmen. Zusammen mit Theres fuhr er jedes Jahr ein- bis zweimal ans Meer nach Kroatien oder Frankreich. Dort konnten die beiden Energie tanken und sich erholen.Wandern und Radfahren machten ihm ebenso viel Freude, er war ein Naturmensch. Das Holzen war eine weitere Leidenschaft. Er verbrachte viele schöne Stunden im Locher in Vilters mit seinem Schwager Ruedi und seinem Bruder Felix. Viel Freude machte ihm das Picknicken und Grillieren beim Hüttle zusammen mit Theres, seinen Kindern und Enkelkindern. Gern erzählte er viele spannende Geschichten und von seiner Zeit als Hirte im Engadin oder das Tannensurfen.Kurz vor seinem 80. Geburtstag im November letzten Jahres passierte in seinem geliebten Locher ein schwerer Unfall beim Holzfällen. Ruedi und Felix waren sofort zur Stelle und konnten innert kürzester Zeit ärztliche Hilfe organisieren. Die Verletzungen waren jedoch nicht lebensbedrohend. Mit Zuversicht schöpfte Joseph sogleich wieder Mut, aber bei weiteren Untersuchungen im Churer Kantonsspital entdeckte man einen Tumor. Geschwächt vom Unfall musste er sich einer Krebsbehandlung unterziehen. Die heimtückische Krankheit schwächte ihn so sehr, dass er am ?9. April 2013 zu seinem Schöpfer heimkehrte. Die Angehörigen glauben an ein Wiedersehen und danken ihm für alles Gute, das sie durch ihn erfahren durften.

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