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Leserbrief

Mit Swisscom in eine gesicherte Telekommunikationszukunft

Vorstand der Liechtensteinischen?Industrie- und Handelskammer (LIHK) | 21. Mai 2013

Die Geschichte der liechtensteinischen Telefonie seit 1999 ist keine Erfolgsgeschichte und geprägt von überdurchschnittlich hohen Preisen und anhaltenden Erreichbarkeitsproblemen. Die Telecom Liechtenstein bietet heute zukunftsorientierte Produkte an, beispielsweise im Bereich «Cloud Computing»; es mangelt also nicht an innovativen Ideen, sondern an den Ertragsmöglichkeiten in einem kleinen Markt wie Liechtenstein.Telekommunikation ist ein Mengengeschäft mit hohen Fixkosten; Liechtenstein ist ein zu kleiner Markt zur wirtschaftlichen Umlegung dieser Kosten. Zudem sind Technologiesprünge, wie etwa die neuen Mobilfunkgenerationen und Glasfasernetze, sehr investitionsintensiv. Generell sind abnehmende Festnetzerträge ein globaler Trend und kein lokales Phänomen; immer mehr Telefonminuten wandern ab zu Mobil- und Internetbasierter Telefonie. Ohne eigenes Mobilnetz und mit einem geringen Marktanteil bei Mobilkunden ist die Telecom Liechtenstein daher in einer schwierigen Situation: Einerseits wegen der rapiden Zunahme an sogenannten Bündelangeboten wie beispielsweise Festnetztelefonie, Internet, TV und Mobiltelefonie zum Fixpreis, andererseits weil Wachstum und höhere Margen sich gerade im Mobilbereich abspielen. Der Vorstand der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer (LIHK) sieht mangels anderer gleichwertiger Lösungen die geplante Mehrheitsbeteiligung der Swisscom an der Telecom Liechtenstein als den einzigen Weg zur Sicherstellung eines modernen Telekommunikations-Angebots in Zukunft. Dadurch würde sich der Wirtschaftsstandort nachhaltig die Versorgungssicherheit, ein modernes und wettbewerbsfähiges Produkt- und Leistungsportfolio und internationale Erreichbarkeit sichern. Die Swisscom kennt Liechtenstein aus früheren und auch aus aktuellen Aktivitäten; sie war und ist ein zuverlässiger Partner – und soll dies verstärkt auch in Zukunft sein.Die Schweiz gehört weltweit zu den Ländern mit der besten Netzinfrastruktur. Swisscom investiert weit mehr pro Haushalt in diese Struktur als der europäische Durchschnitt. Dies wird auch in Liechtenstein so sein, denn nur dadurch kann Swisscom sicherstellen, gleiche Produkte zu gleichen Preisen und gleicher Qualität wie in der Schweiz anbieten zu können. Das häufig zitierte Argument, dass der Staat das Netz nicht aus der Hand geben dürfe, ist nicht entscheidend: Die Swisscom wird das Netz einzig als Basis für ihr Produkteangebot in Liechtenstein nutzen können und ohne Zustimmung des Landes dieses auch nicht verkaufen dürfen. Weiter verbleibt ein wichtiger Teil des Netzes bei den LKW. Auch in den meisten EU-Staaten gehört die Netzinfrastruktur nicht mehr dem Staat. Der Netzbesitz bedeutet vor allem hohe zukünftige Investitionen: Kosten, welche mit der vorgeschlagenen Lösung, auch im Sinne der kritischen Situation des Staatshaushalts, vermieden werden können.Wie die Regierung hat auch der LIHK-Vorstand dem Landtag empfohlen, für eine gesicherte und nachhaltige Zukunft der Telekommunikation in Liechtenstein die strategische Partnerschaft mit der Swisscom (Schweiz) AG einzugehen. Mit einer Ablehnung dieser Partnerschaft, ohne Vorliegen einer gleichwertigen Lösung, würde die Zukunft der Telekommunikation in Liechtenstein erneut einem unvertretbar hohen Risiko ausgesetzt werden.

Vorstand der Liechtensteinischen?Industrie- und Handelskammer (LIHK)

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