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Leserbrief

Ohne Glaube ist kein Staat zu machen

Sr. Alma Pia, ASC,?Kloster St. Elisabeth, Schaan | 4. Mai 2013

Dieser Satz stammt von Wolfgang Thiersee, Vizepräsident des deutschen Bundestages. Er, in der DDR aufgewachsen, ist überzeugt, dass wir Menschen nur im gelebten Glauben den natürlichen Egoismus überwinden können. Die Geschichte lehrt uns ja auch, dass alle von Verbrechern regierte Staaten früher oder später untergehen, nicht nur das 1000-jährige Reich Hitlers. Droht auch der EU dieses Unglück, wenn sie ihre Wurzeln vergisst oder gar leugnet? Es ist schon tragisch, wenn das Geld, die Wirtschaft wichtiger sind als der Mensch! Der syrische Bischof Aydin weiss: «Im Orient werden die Christen förmlich hingeschlachtet (...). Mörder finden keinen Widerstand (...) geniessen oft Unterstützung westlicher Politiker (...).»Aber der in Liechtenstein bekannte Pastoraltheologe Paul Zulehner ist dennoch überzeugt: «Die Gegenwartskultur wird Gott nicht los», so sehr der Gottesglaube auch unter Verdunstung leidet, «Kirchenkrise ist nicht Gotteskrise». Waren deswegen die Reaktionen auf die Wahl des Papstes Franziskus so überwältigend positiv? Es ist heute sicher schwer Gott herzuglauben, aber noch schwerer Ihn wegzuglauben. Warum wohl? Weil Gott den Menschen aus reiner Liebe nach Seinem Bild erschaffen, durch Seinen Mensch gewordenen Sohn um den Preis Seines Blutes erlöst hat.Es gibt nur einen Weg aus der gegenwärtigen Sackgasse, wo Korruption und Gewalt ihre Feste feiern: Rückkehr zum gelebten Glauben, dessen sicherster Wortführer das angeborene Gewissen ist, solange der Mensch es nicht totschlägt. Der wichtigste Ort der Glaubensvermittlung ist die Familie, dann die Schule und der Glaubensunterricht, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern den Glauben leben lehrt.

Sr. Alma Pia, ASC,?Kloster St. Elisabeth, Schaan


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