Leserbrief

Zum LIEWO-?Leitartikel

Willy Marxer,Schwarze Strasse 4 9492 Eschen | 29. April 2013

Michael Winkler ’s Leitartikel in der LIEWO Nr.16 / 28. April reizt mich zum Widerspruch. Er schreibt u.a.: Die Liechtensteiner Verkehrspolitik wäre zum Flickwerk verkommen; sie werde nicht als Ganzes verkauft und diene primär Einzelinteressen; kaum einer traue sich auszusprechen, was das Land brauche; in St. Gallen und Vorarlberg werde das Verkehrssystem aufgerüstet und man wäre nun gefordert, gemeinsame Sache zu machen. Ich frage mich: Liest der gute Mann Zeitung – auch andere, ausser seine eigene? Zum Beispiel das Interview mit Andrea Matt von der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) im «Volksblatt» vom 27. April. Oder das Interview vom 26. April mit Amtsleiter Markus Verling vom Amt für Bau und Infrastruktur (ABI) und Philipp Patsch, Abteilungsleiter Tiefbau. Oder die regelmässig publizierten Pressemitteilungen des Verkehrsclubs Liechtenstein (VCL) und die seit Jahren aktuellen Hinweise des VCL auf seiner Webseite unter www.vcl.li. Ich frage mich weiter: Hat Michael Winkler schon einmal vom «Agglomerationsprogramm Werdenberg-Liechtenstein» gehört, welches sich eingehend mit dem Zukunftsbild, den erforderlichen Massnahmen und der Koordination bereichsübergreifender Verkehrs-, Siedlungs- und Landschaftsthemen in der Region widmet? Feldkirch ist da ebenfalls eingebunden. Oder vom Mobilitätskonzept «Mobiles Liechtenstein 2015», mit welchem die Regierung eine Gesamtverkehrspolitik und eine Mobilitätsstrategie für die Zukunft aufzeigt? Winklers Leitartikel kommt um Jahre zu spät. Er rennt teils offene Türen ein, verkennt den anlaufenden Umdenkprozess in der Bevölkerung und die sich anbahnende Zukunft mit weniger Auto, aber mit S-Bahn, Bus und Fahrrad.


Willy Marxer,Schwarze Strasse 4 9492 Eschen

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