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Leserbrief

50 Jahre Konzil –?Ein Neubeginn

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 27. April 2013

Leo Karrer, em. Pastoral-Theologe, sieht als positives Erbe des Konzils: wachsendes Selbstbewusstsein der Laien, lebendige Pfarreiräte und vor allem, dass sich die Kirche als «Volk Gottes» versteht. Er nennt sich «unheilbar katholisch», lässt sich die Freude an der Kirche nicht nehmen. «Dafür bin ich persönlich verantwortlich, nicht das System.» Wie muss er sich über unseren neuen Papst freuen, der so viel Hoffnung und Freude ausstrahlt! Unsere Zeit braucht dringend Konzilsbegeisterte und eine in der Verschiedenheit geeinte Kirche. Wir müssen den Mut haben, oft über unseren Glauben zu sprechen in der Überzeugung, dass in den Herzen viel Gutes lebendig ist, gleichsam eine Glut unter der Asche. Mutiges Sprechen über den Glauben bläst wie ein Wind die Asche weg; gemeinsames Beten nährt die Glut. Das Gleiche wünscht sich die Benediktinerin J. Chittister für das Ordensleben. Ich auch! Die von Johannes XXIII. angemahnte «Verheutigung» ist weiter dringend; die neuen Kommunikationsmittel ermöglichen sie und tun es erfreulich seit der Wahl des neuen Bischofs von Rom. K. Rahner, Konzilsberater von Kardinal König und Übersetzer der Dokumente, hörte schon nach wenigen Jahren das «Quietschen der Bremsen» in kirchlichen Dokumenten und fragte: «Denkt sich die Kirchenleitung nicht zu gross und Gott zu klein?» Viele damals gemeldete Anliegen sind inzwischen gereift und bündelten sich 1995 im «Kirchenbegehren», woraus die weltweite Bewegung «Wir sind Kirche» erwuchs. Sie befolgt den Rat von Johannes Paul II.: «Auftreten, nicht austreten!» und gratulierte Papst Franziskus zu seiner Wahl. Sogar Hans Küng schöpft neue Hoffnung!Im Konzil erlebte die Kirche ihre Verschiedenheit. «Wenn sie ihre Vielfalt lebt, ist sie jesuanisch und konzilstreu», weiss Professor Kirchschläger. Der Papst aus Argentinien wagt es.

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan

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