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Leserbrief

Lärm macht stumm und manchmal?wütend

Willy Marxer, Schwarze Strasse 4Eschen | 25. April 2013

Zum «Volksblatt»-Artikel vom 24. April, der den «Tag gegen Lärm» zum Inhalt hat, wäre ergänzend zu berichten, dass bei uns – wie auch in der Schweiz – immer noch akustische Umweltverschmutzung in grober Art und Weise betrieben und geduldet wird. Ich spreche damit die vielen Moped-, Motorrad- und Automotoren an, die zum Teil erheblich lauter sind, als sie eigentlich sein müssten. Laut dem Schweizerischen Bundesamt für Umwelt ist Strassenverkehr mit Abstand die grösste Lärmquelle. Wie dem «Beobachter» (7/2013) zu entnehmen ist, enthalten die Lärmvorschriften der EU eine Gesetzeslücke, die das Verkaufen von sogenannten «Brüllklappen» für Motorräder – trotz Verbot in der Schweiz – zulässt, wenn das Fahrzeug über eine EU-Typengenehmigung verfügt. Brüllklappen sind elektronische «Soundmanager». Sie regeln, wie laut der Motor tönt beziehungsweise tönen soll. Und genau das wird – EU sei Dank – zum täglichen Problem für Schweiz weit 1,3 Millionen Menschen. Für Menschen an verkehrsreichen Strassen und Plätzen, für Menschen ohne die Begeisterung für den Sound aus «heissen Töpfen» aber scheinbar ohne Anrecht auf angemessene Ruhe an Wohn- und Arbeitsplätzen.Und wie ist das bei uns? Ich bin schon recht froh festzustellen, dass gelegentlich die eine oder andere ortsbekannte Lärm- und Dreckschleuder durch die Polizei aus dem Verkehr gezogen wird. Aber reicht das? Von durchgreifender Ordnung, die die Menschen vor dem Lärmterror einer Minderheit wirksam schützt, sind wir wohl noch ein gutes Stück entfernt.

Willy Marxer, Schwarze Strasse 4Eschen

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