Leserbrief

Der Arbeiter?wird verhöhnt

Nikolaus Frick,Rüfestrasse 5, Vaduz | 24. April 2013

Immer wieder hört man die Drohungen pensionierter Beamter, dass sie klagen würden, sollte man ihnen angesichts des gigantischen Lochs in der Pensionskasse ihre Luxusrenten kürzen. Zahlen sollen die Zeche offenbar die Generationen nach ihnen. Ich halte das für verwerflich.Sie hätten Anspruch auf diese Rente, sagen sie. Man könne nicht von ihnen erwarten, Kürzungen in Kauf zu nehmen, schliesslich hätten sie ihre finanzielle Lebensplanung darauf ausgerichtet. Oft vernimmt man das Wort Solidarität in diesem Zusammenhang. Für alle, die keine bombensichere Stelle beim Staat haben, klingt das wie Hohn. Veränderungen gehören zum täglichen Leben. Arbeiterinnen und Arbeiter wissen heute nicht, ob sie ihre Stelle morgen noch haben. Massive Einkommenseinbussen sind bei einem Stellenverlust die Folge. Eine Krankheit oder ein Unfall kann die finanzielle Lebensplanung von Vätern und Müttern von heute auf morgen über den Haufen werfen.Auch Pensionisten aus der Beamtakassa müssen den Tatsachen ins Auge sehen: Es gibt in Liechtensteins klammer Staatskasse keine halbe Milliarde, um Luxusrenten zu finanzieren, die bis zu drei Mal höher sind als die von Arbeitern in der Privatwirtschaft. Dass jetzt auf dem Buckel der Arbeiter mit den kleinen Pensionen die Luxusrenten der überprivilegierten Staatsangestellten und -pensionisten gesichert werden sollen, hat mit Solidarität gar nichts zu tun.Wir wollen faire Renten und fordern darum, dass die Luxusrenten auf das Niveau der Privatwirtschaft angeglichen werden. So sieht Solidarität aus zwischen den Generationen und zwischen Staatsangestellten und Arbeitern!Helfen Sie uns, in dem auch Sie sich auf der Website www.beamtakassa.li als Unterstützer registrieren. Wir müssen jetzt handeln, bevor der Landtag neue Luxusrenten durchwinkt und dem Steuerzahler eine halbe Milliarde Kosten aufbürdet. Wenn nötig, werden wir das Referendum ergreifen. Unsere Kinder und Enkel werden es danken, wenn wir ihnen keinen Milliarden-Schuldenberg hinterlassen.

Nikolaus Frick,Rüfestrasse 5, Vaduz


In eigener Sache

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter