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Leserbrief

LLB: Gespart?wird bisher nur?beim kleinen Volk

Peter Wachter,Nolla 14, Schellenberg | 20. April 2013

Harry Quaderer, Sprecher der du-Fraktion, hat in zwei Leserbriefen (6. und 13. April) in beiden Tageszeitungen zur angekündigten Schliessung der Landesbank-Filialen in Triesenberg und Schaan Stellung genommen. Seine Aussage kurz gefasst: Selbstverständlich soll auch die LLB sparen, aber warum zuerst bei den Kleinen? Und er forderte, dass die beiden Parteien, die die Regierung bilden, in der LLB-Angelegenheit von sich hören lassen.Die VU äusserte sich, sagte aber nichts. Parteipräsident Jakob Büchel meinte, man habe Verständnis für die Sparzwänge der LLB, bedaure aber die Schliessung der LLB-Filialen. Die VU, so Büchel in der Samstagsausgabe der Tageszeitungen (13. April), habe vorgeschlagen, die Landesbankdienstleistungen allenfalls an den Postschaltern anzubieten. In der «Liewo» vom 14. April war aber zu lesen, dass die Post der Landesbank angeboten habe, ihre Schalter zu benutzen ... Fest steht bisher nur eines: Die LLB-Filialen in Schaan und Triesenberg sollen geschlossen werden, obwohl in diesen beiden Gemeinden gut 2850 Unterschriften gegen diesen Entscheid zusammengekommen sind. FBP-Präsident Batliner erhob den billigen Vorwurf, Harry Quaderers Vorgehen sei «populistisch und verwerflich» («Volksblatt» vom 17. April). Im Wahlkampf habe Quaderer ja auch argumentiert, Liechtenstein müsse «von Luxuslösungen Abschied nehmen». Das ist sicher richtig: Liechtenstein und auch die Landesbank müssen sparen. Unsere Devise lautet auch nach dem Wahlkampf noch: Intelligent und am richtigen Ort sparen! Mit der Schlies-sung beliebter Filialen spart die LLB allerdings nicht bei «Luxuslösungen», sondern fängt einmal mehr bei den Kleinen an. Schalterkunden im Inland sollen die Konsequenzen der fehlgeschlagenen Geschäftspolitik im Ausland tragen. Die Bank gehört immer noch dem Volk, die Eindampfung des Service Public ist deshalb nicht angebracht. Angebracht wäre dagegen, bei den Luxuslöhnen in der Chefetage mit Sparen anzufangen.Deshalb verwundert die Mitteilung «das Präsidium und die Fraktion der FBP vertrauen der Führung der LLB, dass sie damit die richtigen Akzente setzt, um die Entwicklung der LLB erfolgreich zu gestalten. Eine erfolgreiche Landesbank liege auch im Interesse des Landes Liechtenstein» («Volksblatt», 17. April). Was für eine Erkenntnis! Anstatt sich mit der LLB-Geschäftspolitik zu befassen, die unser Land so viel gekostet hat und weiterhin kostet, beschwört die FBP den Erfolg, ohne auch nur andeutungsweise aufzuzeigen, worin dieser liegen könnte. Die LLB-Filiale in Wien hat in ihrem ersten Geschäftsjahr 2010 über 6 Millionen Euro Verlust gemacht. Doch auch Regierungschef Hasler, der doch 58 Prozent des Landesbank-Aktienpakets für das Volk verwaltet, stellt sich kritiklos hinter die Sparübungen der LLB im Inland.Tatsache bleibt: Vier Jahre lang haben die politisch Verantwortlichen zugesehen, wie die LLB Hunderte Millionen in fragwürdigen Geschäften vernichtet hat, die Verantwortlichen für die gescheiterte LLB-Geschäftspolitik kleben aber immer noch auf ihren Ledersesseln oder wurden mit goldenem Fallschirm in Frühpension entlassen. FBP und VU sind offenbar bereit, weiterhin beide Augen zuzudrücken, anstatt die gescheiterte Geschäftspolitik unter die Lupe zu nehmen. Ein Plus an Kontinuität?Populistisch bedeutet auch volksnah. Die du-Fraktion hat sich vorgenommen, Politik bürgernah und mit Augenmass zu gestalten. In diesem Sinne lassen wir uns den Vorwurf des Populismus gerne gefallen.


Peter Wachter,Nolla 14, Schellenberg


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