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Leserbrief

Wie erklären?wir das unseren?Kindern?

Nikolaus Frick, Rüfestrasse 5, Vaduz | 19. April 2013

200 Millionen Franken beträgt das Loch in unserer Staatskasse. Die Politik hat rasch gehandelt, um dieses zu stopfen. Damit es bei uns keine griechischen Verhältnisse gibt, wurden grössere Posten gekürzt (Krankenkassenbeitrag, Wohnbauförderung) aber auch kleinere Posten wurden zusammengestrichen: Sportförderung, Kinder- und Jugendförderung und Schülerskikurse. Hier 300?000 Franken, da 100?000 Franken. Die Klassen werden grösser und Skilager finden nicht mehr so häufig statt.Dass wir auch auf Kosten unserer Kinder sparen müssen, schmerzt. Umso mehr schmerzt das, wenn man sich vor Augen führt, was für eine finanzielle Katastrophe wir mit der Beamten-Pensionskasse unseren Kindern hinterlassen sollen. 331 Millionen Franken soll der Steuerzahler aufwenden, um die nicht ausreichend finanzierten Luxusrenten nachzufinanzieren – die aber nach wie vor Monat für Monat ausbezahlt werden!Aber auch in Zukunft sollen Staatsangestellte in den Genuss einer Luxusrente kommen, von der Arbeiter und Angestellte in der Privatwirtschaft nur träumen können. Heute erhält ein Staatsangestellter drei Mal mehr Rente im Vergleich zu einem Arbeiter!Bezahlen soll die neue Luxusrente wiederum die sowieso schon klamme Staatskasse. Der Arbeitgeberanteil soll nämlich verdoppelt werden, von ursprünglich 7,5 Prozent (2008) auf 14,7 Prozent. Das bedeutet Mehrkosten für uns Steuerzahler in Höhe von 25 Millionen Franken – jährlich! Allein bis ins Jahr 2020 belasten uns die geplanten neuen Luxusrenten mit weiteren 175 Millionen Franken!Erklären Sie das mal einem Kind, dass wir bei den Schulskilagern ein paar Tausender sparen müssen, aber in den kommenden Jahren eine halbe Milliarde (331 + 175 Mio.) für Luxusrenten zahlen sollen. In meinen Augen begehen wir damit Diebstahl an unseren Kindern!Informieren auch Sie sich über das wahre Ausmass der Luxusrenten auf www.beamtakassa.li und setzen Sie sich ein für faire Renten in der Beamten-Pensionskasse. Bei den vielen Unterstützern, die sich in den vergangenen Tagen gemeldet haben, bedanke ich mich! Nur gemeinsam können wir gegen die starke Politlobby der Staatsangestellten faire und bezahlbare Renten durchsetzen. Helfen auch Sie mit!


Nikolaus Frick, Rüfestrasse 5, Vaduz

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