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Leserbrief

Das Konkordat

Arthur Jehle,Eschen | 18. April 2013

Wen wundert es wirklich, dass der Generalvikar es nicht für notwendig erachtete, sich als Vertreter des Erzbistums von «gloria.tv» – wohlgemerkt nur von gewissen Inhalten – zu distanzieren? Interessanter ist da schon, wie er, für ihn offenbar unmerkbar, zunehmend an Bodenhaftung einbüsst, wenn er immer wieder aufs Neue, egal bei welcher Thematik, im Namen purpurner Erzigkeit, frotzelt und irgendwie, trotz gütigen Lächelns, aalglatt wirkt.Und dafür gab es Stuhlgänge, aus-serhalb eines üblichen loci und ohne Spülung. Der Generalvikar, vor Monaten noch feuriger Verfechter der Konkordats-lösung, stellt am 3. April 13 im «Vaterland» (Forum) klar, dass das Erzbistum keine treibende Kraft gewesen sei. Wer glaubt das? Wollen die Regierungsmitglieder und Landtagsabgeordneten wirklich den schon angeführten potenten Definitiv-Klebstoff namens Konkordat benutzen, um das in unser Land zu implantieren? Opus-deioide, verbal militante, machtorientierte Kirchenpolitik, die, wie der Generalvikar im Forumsbeitrag offen mitteilt, zum Beispiel «Personalfragen» aufgrund von Daten- und Persönlichkeitsschutz nicht kommentieren will, somit priesterliche Straftaten wahrscheinlich nicht von sich aus irdischer Justiz übergeben will oder – auch wahrscheinlich – im Konkordat noch trefflicher als heute mit alttestamentarischen graubärtigen Sublimationsphantasien kleine Kinder erschrecken würde. Man wünschte sich, dass sie sich Zeit nähmen, viel weitergingen, bis ins 21. Jahrhundert und dort der Papstkirche eine Nische im Staat anböten, die genauso bescheiden wäre wie die Nischen anderer Religionen und Glaubensrichtungen.

Arthur Jehle,Eschen

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