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Leserbrief

Ungerechter Vorwurf gegen LLB

| 13. April 2013

Scharf?Der Entscheid zu den LLB-Filialschliessungen in Schaan und Triesenberg schlägt nun auch politische Wellen. DU-Fraktionssprecher Harry Quaderer nimmt VU und FBP ins Gebet.

Von Johannes Mattivi

In einem Leserbrief (auf Seite 4 dieser «Volksblatt»-Ausgabe) macht DU-Fraktionssprecher Harry Quaderer seinem oppositionellen Ärger Luft. Nachdem sich die Landesbank zu 58 Prozent ins Staatsbesitz befinde, müssten sich auch die in Regierung und Landtag Mehrheitsverantwortung tragenden Grossparteien VU und FBP zu den Filialschliessungen äussern, meint Harry Quaderer. Stattdessen werde geschwiegen und es würden 2854 Unterschriften von Bürgern aus Schaan und Triesenberg einfach ignoriert. «Warum?», fragt der oppositionelle DU-Politiker. «Will man vielleicht die politisch bestellten Verwaltungsräte schützen? Billigen die VU- und FBP-Parteistrategen deren LLB-Strategie?» Für ihn sei es höchste Zeit für die Grossparteien VU und FBP, Farbe zu bekennen und Stellung zu beziehen.

Auf «Volksblatt»-Nachfrage will VU-Präsident Jakob Büchel den oppositionellen Vorwurf nicht stehen lassen. Die VU habe mehrere Verwaltungsräte der Landesbank sowie LLB-CEO Roland Matt am Montag zur Fraktionssitzung der Partei eingeladen, um dort die betriebswirtschaftlichen Gründe für die geplanten Filialschliessungen zu erörtern. Die VU habe Verständnis für die Position der Landesbank gezeigt, gleichzeitig aber auch dazu eingeladen, den Entscheid noch einmal zu überdenken bzw. Alternativen aufzuzeigen. Jakob Büchel findet es schade, dass die beiden LLB-Filialen in Schaan und Triesenberg geschlossen werden. Er versteht allerdings, dass die LLB im Zielkonflikt zwischen der langfristigen Sicherung ihrer Rentabilität und dem geforderten Service public angesichts der geltenden Sparherausforderungen Prioritäten setzen müsse. Die LLB habe allerdings versprochen, Alternativen zu prüfen.FBP-Präsident Alexander Batliner erklärt dem «Volksblatt», dass sich die Bürgerpartei am kommenden Montag in ihrer ersten Präsidiumssitzung nach der Ferienpause dem Thema LLB-Filialschliessungen widmen werde. Inhaltlich könne er der Debatte nicht vorgreifen, man werde aber im Anschluss informieren.

In seinem Leserbrief kritisiert Harry Quaderer auch die LLB. Diese habe am runden Tisch gegenüber den Vorstehern und Initianten «von der hohen Kanzel herab argumentiert». Ein Vorwurf, den LLB-Sprecher Cyrill Sele nicht stehen lassen möchte. Alle Teilnehmer hätten nach dem runden Tisch betont, dass das Gespräch in einer konstruktiven Atmosphäre stattgefunden habe. Das sei auch in der «Volksblatt»-Berichterstattung deutlich aufgezeigt worden. Zudem hätten die LLB-Verantwortlichen betont, dass man die Argumente der Gegenseite ernst nehme. Und nicht zuletzt habe die LLB versprochen, alternative Lösungen für die betroffenen Standortgemeinden zu suchen, welche in zwei Wochen in einem neuerlichen Gespräch mit Vorstehern und Initianten erörtert werden sollen. Seite 4

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