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Leserbrief

Fricks bedenkliche?Argumentation

Markus Beck,?Schaan | 11. April 2013

Nikolaus Frick versucht erneut auf bedenkliche Art und Weise, eine Hetzjagd auf eine Minderheit loszutreten. Auf befremdend wirkend tiefem Niveau werden durch Nikolaus Frick die Steuerzahler gegeneinander aufgehetzt. Es ist kein Geheimnis, dass man mit Schlagwörtern wie: Beamte, Staatsbeamten, Beamtenkasse, Luxuslösungen, 300 Millionen, etc. die Meinungen vieler Menschen einseitig beeinflussen kann. Gefährlich wird die Sache, wenn Stimmung gemacht wird ohne über die notwendige und vertiefte Kenntnis betreffend dem komplexen Sachverhalt zu verfügen. Genau dies scheint bei objektiver Betrachtung bei Nikolaus Frick der Fall zu sein. Leider hat Herr Frick noch immer nicht begriffen, dass: ? der Beamtenstatus in Liechtenstein schon seit mehreren Jahren abgeschafft wurde; ? in der staatlichen Pensionskasse lediglich 20 Prozent Staatsangestellte versichert sind ... ? ... und über Arbeitnehmerbeiträge (Lohnabzüge) von 9 Prozent jeder sein persönliches Alterssparguthaben finanziert; ? die Versicherten keine Schuld an der Unterdeckung der Pensionskasse haben; ? die Unterdeckung schon seit mehr als zehn Jahren konstant ist; ? die Versicherten gemäss Swiss-canto-Bericht S. 230 seit über zehn Jahren zu hohe Beiträge geleistet haben und leisten; ? auch die circa 4300 Versicherten inklusive Rentner letztlich mehrheitlich FL-Bürger und insbesondere auch Steuerzahler sind.Noch bedenklicher scheint mir, dass Nikolaus Frick bei der Präsentation des Expertenberichtes der Swisscanto anwesend war und die dargelegten Fakten immer noch bewusst und vehement ignoriert und aufgrund falscher Tatsachen versucht, Stimmung im Land zu machen.Zum Wohle der Versicherten und des Staatshaushaltes sollte dieses Thema sachlich im Rahmen der Rechtsstaatlichkeit ergründet und zielgerichtete Sanierungsmassnahmen erarbeitet, beschlossen und schlussendlich auch durchgeführt werden. Das Versichertenkollektiv darf nicht diskriminiert werden und gültiges Recht darf nicht rückwirkend zu Ungunsten der Versicherten abgeändert werden. Der Griff in die Vorsorgekasse der Versicherten darf nicht staatlich legitimiert werden – nicht zuletzt, weil dieser Griff möglicherweise für Privatunternehmen ebenfalls attraktiv wäre, um das Ergebnis aufzubessern. Denkt nach!Herr Frick sollte seine Energie besser in konstruktive Lösungsfindungen einfliessen lassen. Ansonsten provoziert Herr Frick, dass irgendwann ein Gericht über den Fall zu entscheiden hat.

Markus Beck,?Schaan


Glaube

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